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Obscenity SUMMONING THE CIRCLE

Death Metal, Apostasy/Edel (9 Songs / VÖ: 7.12.)

5/ 7
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2019 werden Obscenity 30 Jahre alt. Ein Umstand, den SUMMONING THE CIRCLE nicht im Geringsten betont. Im Gegenteil: Die Death-Metaller klingen lebendiger denn je. Ein Grund: Seit RETALIATION (2016) hat sich das Band-Karussell zwei weitere Male gedreht und frischen Wind in die Bude gezaubert. Burial Vault-Bassist David Speckmann garniert die instrumentalen Vorlagen seiner Kollegen mit einer Extraportion Fett, der frühere December Flower-Brüllwürfel Manuel Siewert mit voluminösem Gutturalgesang. Ein weiterer Grund: Die teils im eigenen, teils in Jörg Ukens Soundlodge Studio (God Dethroned) produzierte und von Christoph Brandes (Necrophagist) gemischte Schlachtplatte drückt wesentlich brachialer aus den Membranen als RETALIATION.

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All das wäre natürlich nichts ohne die richtigen Songs. Womit wir beim stärksten Punkt angekommen sind: Obscenity knüppeln und grooven auf ihrem zehnten Album keinesfalls innovativ, dafür aber mit einer derartigen „Voll auf die Fresse“-Spielfreude, dass Todesgräber kaum aus dem Grinsen herauskommen. Über dem starken Kaltstart ‘Used And Abused’, dem Blastbeat-Brecher ‘Infernal Warfare’ oder dem Banger ‘Dreadfully Embraced’ schwebt in dicken Lettern das Wort „B-R-U-T-A-L“. Für die Kirsche auf der Sahnetorte sorgt die abwechslungsreiche Arbeit an den Sechssaitigen: Hendrik Bruns und Christoph Weerts sägen (‘Feasting From The Dead’), rocken (‘Scourge Of Humanity’) und scheuen hier und dort selbst nicht vor Bergabhangsoli zurück (‘Torment For The Living’, ‘Invocation Obscure’). Das schönste Geschenk zum Jubiläum machen sich Obscenity mit SUMMONING THE CIRCLE also selbst.

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Geoff Tate schießt gegen ehemalige Band-Kollegen

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