Obscura sind eine wichtige Band. Aus mehreren Gründen. In erster Linie natürlich, weil sie fantastische Musik machen, spieltechnisch wie kompositorisch auf der Höhe sind. Weil sie eine hervorragende Live-Band sind. Weil sie der hiesigen Szene Mut geben, dass eine deutsche Band es beispielsweise in den USA weit bringen kann.
Und, in meinen Augen mit das Schönste: weil sie die Generationen vereinen. Denn was Obscura so besonders macht, ist ihr Talent, das Traditionelle ins Hier und Jetzt zu transportieren, ohne dass es in irgendeiner Art und Weise verkünstelt klingt. AKRÓASIS ist ein perfektes Beispiel dafür. Natürlich wird jemand, der technischen Death Metal seit Ende der Achtziger/Anfang der Neunziger verfolgt, Parallelen zu Death oder Cynic finden. Doch ein Song wie ‘Fractal Dimension’ ist weit mehr als nur eine Hommage. Diese Hymne vereint alles, was Death Metal ausmacht: Vorwärts peitschend, brutal direkt, aber in den Details so verspielt und zugänglich zugleich, dass sie einem schon beim ersten Hören eine Gänsehaut über den Körper jagt.
Und auch, weil seit dem letzten Album OMNIVIUM fast fünf Jahre vergangen sind, bestätigt AKRÓASIS nicht nur Obscuras Status, sondern zeugt auch von Weiterentwicklung. Die (Live-)Erfahrung schlägt sich nieder – und somit sind etwa ‘Perpetual Infinity’ und insbesondere das Sieben-Minuten-Monster ‘Sermon Of The Seven Sons’ nicht nur Eckpfeiler dieses Albums, sondern auch geboren für die Bühne.
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Bagman
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