Ozeane aßen Alaska – Oceans Ate Alaska. Jap, so können nur streitsüchtige Umweltschützer klingen. Oder der übliche, überambitionierte Metalcore-Einheitsbrei eben. Tatsächlich sind diese fünf Jungs aus Black Sabbaths Geburtsstätte Birmingham aber so eigen und würzig wie Pumpernickel-Avocado-Smoothies – und dazu noch frech wie Oskar.
Gitarrenfideleien flitzen feurig umher, jagen wie mit Höchstspannung geladene Kugelblitze durch die krüppeligen Knöchelchen dort irgendwo im Ohr. Oceans Ate Alaska bauen unvorhersehbare Riff-Gewitter aus Synthie-Samples und djent-haften Brutalitäten, die im ersten Hördurchlauf scheinbar konzeptlos aus allen Ecken springen, die Galle bis zur Ejakulation kitzeln, und dann wieder emotional abebben.
Dann wird es wieder sinnlich synthetisch, und die Briten zünden wie Animals As Leaders (wenn nicht gerade ein kalkulierter Klargesang langweilt). Mit LOST ISLES verirren sich die Engländer damit zwischen den Stärken und Schwächen vieler Debütalben: Sie sind ungestüm, wild und chaotisch, aber eben auch ungestüm, wild und chaotisch.
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