Exklusive Judas Priest Vinyl mit dem Metal Hammer 03/24

Queensrÿche Queensrÿche

Progressive Metal, Century Media/EMI 11 Songs / VÖ: 21.6.

6.0/ 7
teilen
twittern
mailen
teilen
von

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Im Fall der Queensrÿche-Posse kann man dieser Weisheit nicht zustimmen: Geoff Tate teilte zwar Ende April als Erster der Streithähne musikalisch aus, doch das Material von FREQUENCY UNKNOWN setzt weiter auf jene alternativen, stilistisch verworrenen Inhalte, die Teile der Old School-Fans seit Längerem verunsichern. Seine ehemaligen Musiker gehen mit dem neuen Sänger Todd La Torre erwartungsgemäß einen anderen Weg und knüpfen in etwa da an, wo Queensrÿche zwischen OPERATION: MINDCRIME (1988) und vor allem EMPIRE (1990) standen.

Musikalisch gibt es proggigen (aber jederzeit sinnvoll konzipierten) Metal zu hören, der verspielt wirkt und im Vergleich zu den letzten, soften Queensrÿche-Veröffentlichungen geradezu kreativ befreit (und ultrafett) klingt. Das liegt natürlich auch daran, dass mit La Torre ein Frontmann regiert, der wie eine perfekte Reinkarnation des noch jungen Geoff Tate klingt. Jetzt kann man natürlich darüber diskutieren, ob es sinnvoll ist, eine Kopie am Mikro zu engagieren – aber das hat doch auch schon bei Alice In Chains wunderbar funktioniert.

Wer sehnsüchtig auf die Rückkehr zu den musikalischen Wurzeln der Truppe aus Seattle gewartet hat, darf sich freuen. Das angesichts der Ausgangsposition befürchtete Traditionsgenudel (gleichbedeutend mit kreativem Stillstand) ist ausgeblieben: Queensrÿche klingen in dieser Besetzung frisch, motiviert und mitreißend wie lange nicht mehr. Queensrÿche eins, Tate null.


ÄHNLICHE KRITIKEN

Mobile Suit Gundam Extreme Vs. Maxiboost On (+ Verlosung)

Wir haben uns in das heimische Cockpit gesetzt und die Missionen und Online-Gefechte von "Mobile Suit Gundam Extreme Vs. Maxiboost...

Star Trek: Picard :: Science-Fiction

Terminator: Resistance (PS4, Xbox One, PC)

Spiele, die auf Filmlizenzen basieren, haben es in der Regel nicht leicht und sind oftmals nur lieblos zusammengeschustert worden. „Terminator:...


ÄHNLICHE ARTIKEL

Queensrÿche: 36 Jahre OPERATION: MINDCRIME

Mit OPERATION: MINDCRIME erschufen Queensÿche vor 36 Jahren eines der herausragendsten Konzeptalben aller Zeiten. Wir blicken zurück!

Geoff Tate über das Schreiben seiner Autobiografie

Seit geraumer Zeit schreibt Geoff Tate an seinen Memoiren. Dabei habe er mit einer gigantischen Informationsflut zu kämpfen, die es zu verarbeiten gilt.

Die Metal-Videos der Woche vom 22.09.

Neue Musikvideos gibt es heute unter anderem von Queensrÿche, Therion und Amorphis.

teilen
twittern
mailen
teilen
Queensrÿche: 36 Jahre OPERATION: MINDCRIME

Es lässt sich argumentieren, dass Queensrÿche eine Schlüsselrolle bei der Geburt und Entwicklung des Progressive Metal gespielt haben. Tatsächlich waren sie und Prog Metal so eng miteinander verbunden, dass sie sich gegenseitig beeinflusst haben. Obwohl das Genre Mitte der Achtziger langsam aufkam und Queensrÿche-Platten wie THE WARNING (1984) oder RAGE FOR ORDER (1986) als wichtige Meilensteine gelten, erreichte es erst gegen Ende dieses Jahrzehnts mit ihrem dritten Album OPERATION: MINDCRIME (1988) seinen Höhepunkt. Diese Platte wurde damals und wird noch heute gerne als eines des größten und besten Konzeptalben aller Zeiten angesehen. Von der Bar zur Kirche Die Idee für…
Weiterlesen
Zur Startseite