Toggle menu

Metal Hammer

Search
Rammstein – das Interview zum neuen Album: METAL HAMMER 06/19

Queensrÿche Queensrÿche

Progressive Metal, Century Media/EMI 11 Songs / VÖ: 21.6.

6.0/ 7
teilen
twittern
mailen
teilen
von

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Im Fall der Queensrÿche-Posse kann man dieser Weisheit nicht zustimmen: Geoff Tate teilte zwar Ende April als Erster der Streithähne musikalisch aus, doch das Material von FREQUENCY UNKNOWN setzt weiter auf jene alternativen, stilistisch verworrenen Inhalte, die Teile der Old School-Fans seit Längerem verunsichern. Seine ehemaligen Musiker gehen mit dem neuen Sänger Todd La Torre erwartungsgemäß einen anderen Weg und knüpfen in etwa da an, wo Queensrÿche zwischen OPERATION: MINDCRIME (1988) und vor allem EMPIRE (1990) standen.

Musikalisch gibt es proggigen (aber jederzeit sinnvoll konzipierten) Metal zu hören, der verspielt wirkt und im Vergleich zu den letzten, soften Queensrÿche-Veröffentlichungen geradezu kreativ befreit (und ultrafett) klingt. Das liegt natürlich auch daran, dass mit La Torre ein Frontmann regiert, der wie eine perfekte Reinkarnation des noch jungen Geoff Tate klingt. Jetzt kann man natürlich darüber diskutieren, ob es sinnvoll ist, eine Kopie am Mikro zu engagieren – aber das hat doch auch schon bei Alice In Chains wunderbar funktioniert.

Wer sehnsüchtig auf die Rückkehr zu den musikalischen Wurzeln der Truppe aus Seattle gewartet hat, darf sich freuen. Das angesichts der Ausgangsposition befürchtete Traditionsgenudel (gleichbedeutend mit kreativem Stillstand) ist ausgeblieben: Queensrÿche klingen in dieser Besetzung frisch, motiviert und mitreißend wie lange nicht mehr. Queensrÿche eins, Tate null.


ÄHNLICHE KRITIKEN

Resident Evil 2 (PS4, Xbox One, PC)

Zum 21. Geburtstag bekommt „Resident Evil 2“ eine Frischzellenkur und kehrt als generalüberholte Fassung auf aktuelle Konsolen und den PC...

Just Cause 4 (PS4, Xbox One, PC)

Brachiale Action ohne Verschnaufpause auf der einen und eintönige Nebenmissionen auf der anderen Seite. Wie sich „Just Cause 4“ schlägt,...

Heavy Trip :: Komödie


ÄHNLICHE ARTIKEL

Queensrÿche-Gitarrist sieht Streaming als Band-Killer

Michael Wilton von Queensrÿche gab Capital Chaos TV ein Interview, in dem auch die Rollle des Streamings auf die Existenz von Bands behandelt wurde.

„Just Cause 4“ im Test: Brachiale Daueraction

Action ohne Verschnaufpause auf der einen und eintönige Nebenmissionen auf der anderen Seite. Wie sich „Just Cause 4“ schlägt, verrät unter Test.

„Heavy Trip“-Filmkritik: Perfekt für einen entspannten Filmabend mit Freunden

Eine junge Heavy Metal-Band aus der finnischen Einöde plant den ganz großen Durchbruch und durchlebt dabei jede Menge Turbulenzen!

teilen
twittern
mailen
teilen
Queensrÿche-Gitarrist sieht Streaming als Band-Killer

Seit vielen Jahren ist es ein immer wiederkehrendes, weil nach wie vor aktuelles Thema. Downloads, Streaming und schwindende Verkäufe physischer Tonträger sowie die damit einhergehenden extrem sinkenden Einnahmen von Bands. Auch Queensrÿche-Gitarrist Michael Wilton hat dazu natürlich eine klare Meinung. Im Interview mit The Mighty Z aka Zoran Theodorovic von Capital Chaos TV berichtet Wilton bezüglich seiner Band über die Notwendigkeit, sich dem aktuellen Stand der Technik anzupassen. "Natürlich muss man sich den Gegebenheiten stellen und die Wege des technischen Fortschritts mitgehen. Offenkundig gibt es auf der Welt viel mehr Musik-Fans, und über das Internet kann man sie alle viel…
Weiterlesen
Zur Startseite