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Running Wild Resilient

Heavy Metal, Steamhammer/SPV 10 Songs

5.0/ 7
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Foto: METAL HAMMER

Was haben wir gelacht… Oder geweint… Je nach dem. Der Grund: SHADOWMAKER (2012). Das Album, bei dem man schon beim Blick auf das Cover wusste, dass die Musik genauso schlecht sein würde. Aber Kapitän Rock’n’Rolf lässt sich nicht beirren und macht einfach weiter („resilient“ bedeutet schließlich „belastbar“).

Vielleicht ist aber auch ein älteres Semester wie Rolf lernfähig und nimmt sich Kritik zu Herzen. Ich bezweifle das zwar, aber RESILIENT klingt immerhin um Längen besser als die letzten Alben. Bereits der Opener ‘Soldiers Of Fortune’ versprüht klassischen „RuWi-Vibe“, und auch das Titelstück (erinnert an Accept) geht gut ins Ohr. Insgesamt betrachtet ist das Gros des Materials eher im Midtempo gehalten und im (flotten) Hard Rock anzusiedeln. Nichtsdestotrotz bringt Album Nummer 15 genügend Dampf und vor allem die Trademarks mit, die wir an Running Wild so schätzen. Von daher ist es nur recht, wenn Rolf Kasparek auf die Old School-Karte setzt und mal so gar keine Innovation an den Start bringt.

Rolf, hör zu: Genau so muss das. Und hinter dem doch eher kitschig anmutenden Titel ‘Desert Rose’ verbirgt sich sogar ein kleiner Hard Rock-Hit, der in den Achtzigern sicher zur Stadionhymne geworden wäre. Halten wir also fest: Käpt’n Rolf  konnte das Ruder seiner Heavy Metal-Barkasse herumreißen und wieder in gewinnbringende Gewässer führen. Running Wild klingen glücklicherweise wieder mehr wie zu ihren Hochzeiten. Und das ist doch alles, was zählt.


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