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Sabaton The Last Stand

Panzer Metal, Nuclear Blast/Warner (11 Songs / VÖ: erschienen)

6/ 7
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Pompöser, druckvoller, geiler – die Faluner haben sich hohe Ziele gesteckt für ihr achtes Studioalbum. Anstatt klanglich weiter auf Nummer sicher zu gehen wie beim insgesamt recht brav ausgefallenen Vorgänger HEROES, fackeln Sabaton auf THE LAST STAND gleich mehrere Ideenfeuerwerke ab.

Angefangen beim mutigen Appetitanreger ‘The Lost Battalion’ mit seinen von Kriegsgeräuschen gesampleten Beats, der sich auch gut in einem Musical machen würde – so eingängig geben sich Joakim Brodén und Co., so eklektisch gestalten sie das ganze Werk, so brutal aufpoliert haben sie die Tracks zusammen mit Sound-Guru Peter Tägtgren. Der Heldengesang ‘Sparta’ stampft als mächtiger Album-Opener unaufhaltsam daher; für den Uptempo-Rocker ‘Last Dying Breath’ treten die Schweden aufs Gaspedal; und in ‘Blood Of Bannockburn’ integrieren sie gar sowohl Dudelsack als auch Hammondorgel.

Allein damit verstoßen Sabaton gegen sämtliche Trueness-Gesetze. Gut so! Wer dem Fünfer bisher nichts abgewinnen konnte, wird künftig ebenso die Spucktüte bereithalten. Wen interessiert’s?! Goutieren und salutieren wir lieber dem die Wende bringenden ‘Winged Hussars’, entern zur Samurai-Huldigung ‘Shiroyama’ den Metal-Tanzflur und singen für den Allmächtigen in ‘The Last Stand’ (das dank Textzeilen wie „For the grace, for the might of the Lord / In the name of its glory“ verdächtig nach Lobpreis klingt). Über das ganze Album verteilt lassen Chris Rörland und Thorbjörn Englund übrigens unheimlich schnelle, aber gleichsam hoch melodische Europe-Soli erstrahlen (‘Sparta’, ‘Last Dying Breath’, ‘The Last Battalion’, ‘Rorke’s Drift’, ‘The Last Stand’), während Brodén seinen Landsmännern punktuell mit pumpenden Keyboard-Parts (unter anderem in ‘The Last Battle’) die Ehre erweist.

Hoch anzurechnen ist den Power-Metallern zudem, dass ihnen kein einziger Rohrkrepierer oder Skip-Kandidat auf THE LAST STAND geschlüpft ist. Das ‘Creeping Death’-Zitat in ‘Hill 3234’ beachten wir gar nicht weiter beziehungsweise werten es als Hommage an die Größten des Genres. Wenn Avenged Sevenfold mit so etwas durchkommen, dann Sabaton erst recht. All das macht klar: Sabaton wollen weiter auf ihrer Erfolgswelle surfen und das nächste Level erklimmen, um mittelfristig von ganz allein Stadien zu füllen. Die klanglichen Weichen sind mit dieser Sabatonne an Hits auf jeden Fall gestellt.


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