Toggle menu

Metal Hammer

Search

Satyricon Live At The Opera

Black Metal, Napalm/Universal 14 Songs/ VÖ: 1.5.

5.0/ 7
teilen
mailen
teilen
von

Am 8. September 2013, nach mehr als einem Jahr Vorbereitung, standen Satyricon auf den gediegenen Brettern des Osloer Opernhauses und taten etwas, was man eher Therion zutraut: Sie spielten einen Haufen ihrer eigenen Songs mit opulenter Chorbegleitung… Keine komplett neue Erfahrung für Satyr und Frost, schließlich hatten sie 2006 schon eine ähnliche Veranstaltung bestritten und im Kleinen immer wieder klassische Musiker in den Black Metal-Orkan eingebettet.

Und doch ist dieses Projekt etwas anderes: zum einen, weil alles detailliert auf DVD dokumentiert werden sollte, zum anderen, weil es die Band gewissermaßen in die Höhle des Establishment-Löwen führte. Ist also Hochkultur herausgekommen, die auf gar keinen Fall einen Headbanger von den Stühlen reißen darf? Nein, und das im positiven wie (marginal) negativen Sinn. Bereits beim Opener ‘Now, Diabolical’ müht sich Satyr redlich, das enthusiastische, aber buchstäblich gesetzte Publikum mitzureißen. Was vor Ort nicht wirklich klappt, schaffen die unverkennbaren Songs daheim locker… Gleichzeitig wird klar, dass die Kooperation mit Filmmusikkomponist Kjetil Bjerkestrand effektive, aber nicht wirklich tief schürfende Arrangements für Band plus Chor hervorgebracht hat.

Bei nicht allen Songs bringt der Aufwand volles Ergebnis: ‘Die By My Hand’ etwa wirkt aufgeblasen statt erhaben. Der Großteil dieser Sammlung von schlacht­erprobten Hits funktioniert allerdings tadellos (und anspruchsfrei). Man hat Satyr gerne einen Hang zum Größenwahn vorgeworfen. Wenn dieser sich so artikuliert, soll es mir nur recht sein!

Rund 100 aktuelle Reviews findet ihr in unserer Mai-Ausgabe.

Das Heft kann einzeln und innerhalb von Deutschland für 5,90 Euro (inkl. Porto) per Post bestellt werden. Einfach eine Mail mit dem Betreff „Einzelheft Metal Hammer 05/15“ und eurer Adresse an einzelheft@metal-hammer.de schicken.
Generell können natürlich alle Hefte auch einzeln nachbestellt werden – alle Infos dazu findet ihr unter www.metal-hammer.de/einzelheft.

Bestens informiert über dieses und alle weiteren wichtigen Themen im Metal bleibt ihr außerdem mit unserem Newsletter. Ein Mal pro Woche flattert euch übersichtlich sortiert ein Update ins Postfach. Einfach anmelden, damit euch auch sicher nichts entgeht.


ÄHNLICHE KRITIKEN

Patria :: MAGNA ADVERSIA

Hetroertzen :: UPRISING OF THE FALLEN

Helheim :: LANDAWARIJAR


ÄHNLICHE ARTIKEL

Die 500 besten Metal-Alben (110): Satyricon NEMESIS DIVINA

Tauche ein in die Welt von Satyricon und ihrem bahnbrechenden Album NEMESIS DIVINA aus dem Jahr 1996.

Venom kündigen neues Studioalbum an

Mit INTO OBLIVION veröffentlichen Venom schon bald ein neues Studioalbum. Eine erste Single ist bereits zu hören.

Black Metal-Kunst: Videobeitrag bei arte Tracks

arte Tracks beschäftigt sich in einer Dokumentation mit der gestalterischen Kunst und Ästhetik im Black Metal.

teilen
mailen
teilen
Die 500 besten Metal-Alben (110): Satyricon NEMESIS DIVINA

METAL HAMMER hat die 500 besten Metal-Alben aller Zeiten gewählt – mit einer fast 100-köpfigen Jury. In die Liste geschafft haben es Veröffentlichungen von 1970 bis 2023. Heute stellen wir daraus vor: Platz 110: Satyricon NEMESIS DIVINA (1996) Von folkloristischen Einflüssen auf DARK MEDIEVAL TIMES (1993) hin zu räudigem Black Metal auf THE SHADOWTHRONE (1994) erfinden sich Satyricon mit NEMESIS DIVINA einmal mehr neu. Darkthrone-Stimme Nocturno Culto hilft an der Gitarre aus, Keyboard-Passagen verschrecken dagegen Puristen. Dem Album schadet das nicht, im Gegenteil: Satyricon bewegen sich auf Erfolgskurs, den vermutlich das legendäre Video zu ‘Mother North’ im Alleingang hätte ebnen…
Weiterlesen
Zur Startseite