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Stabbing EON OF OBSCENITY

Death Metal, Century Media/Sony (11 Songs / VÖ: 30.1.)

6/ 7
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Keine Atempause, kein Verschnaufen: Stabbing aus Texas lassen mit dem zweiten Album EON OF OBSCENITY keine Unaufmerksamkeit zu. Technisch versiert und erbarmungslos direkt servieren sie uns Brutal Death Metal, wie er mitreißender nicht sein könnte. Frontfrau Bridget Lynch steht dabei ungewollt im Mittelpunkt, denn ihrer gutturalen Brutalität ist es zu verdanken, dass EON OF OBSCENITY von der ersten Sekunde an fasziniert. Schon der stramme Opener ‘Rotting Eternal’ setzt den Ton: Ein detonierender Eintritt in ein Album, das kein Entkommen zulässt. Der erste Höhepunkt folgt unmittelbar mit der ersten Auskopplung des Albums, ‘Inhuman Torture Chamber’, dessen Horrorthematik dank Lynchs vokaler Kompromisslosigkeit nahezu körperlich spürbar wird. Im Titel-Track verdichten Stabbing ihre Stärken: rasende Drum-Attacken, sägende Riffs, formidabel passend produziert. Die technische Seite der Band blitzt in ‘Ruminations’ auf, während ‘Nauseating Composition’ – mit Gastvokalist Ricky Myers (Suffocation) – als wuchtiger Kollisionspunkt des Albums fungiert. Dass Stabbing in kürzester Zeit dem Newcomer-Status entwachsen sind, zeigt die kompositorische Reife von Stücken wie ‘Reborn To Kill Once More’ oder dem finalen Abstieg ‘Sinking Into Catatonic Reality’. Die Texaner verknüpfen mit EON OF OBSCENITY Tradition und Moderne des Brutal Death Metal und liefern direkt zu Beginn des Jahres einen Höhepunkt des Genres, wie auch einst Cerebral Bore, die mit ihrem Album ­MANIACAL MISCREATION (2011) ähnlich frischen Wind in der Szene entfachten.

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