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Stone Temple Pilots STONE TEMPLE PILOTS Review

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Eine knappe Dekade (respektive Ewigkeit) nach SHANGRI-LA DEE DA nun also das neue Album-Lebenszeichen der Alternative Rock-Band, deren eindeutige genetische Zugehörigkeit zur Grunge-Gattung immer ein Streitfall war. Wo Nirvana den Punk-Geist priesen, Pearl Jam Neil Young sowie Soundgarden und Alice In Chains verstärkt Black Sabbath und Siebziger-Hard Rock, machten es sich die Pilots zunehmend auf den Drogen-geschwängerten Schäfchenwolken des psychedelischen Pop-Bewusstseins bequem.

Und genau hier geht – nach Sänger Scott Weilands Velvet Revolver-Zwischenstopp – der Flug auch konsequent weiter: Bunte Beatles-Anleihen (‘Dare If You Dare’), der Jane’s-Addiction-Funk-Faktor von ‘Haze Daze’ oder das großartige Cabrio-Kabinettstück ‘First Kiss On Mars’ sind keineswegs Gründe, das Holzfällerhemd zu entstauben, sondern eher das poppige Paisley-Shirt aus der Mottenkiste zu holen.

Erstaunlich unverkrampft, unverkopft, lässig sowie ohne jeglichen Rehabilitations-Rocker-Zwang gibt es hier entspannte Westküsten-Impressionen im Sechziger-Gewand. Und schon in der ersten Album-Hälfte finden sich hier mehr berührende Songs und genuine Momente als auf der kompletten zweiten Velvet Revolver.

Frank Thiessies

Diese und viele weitere Rezensionen gibt es in der Juni-Ausgabe des METAL HAMMER.


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