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Sturm und Drang ROCK’N’ROLL CHILDREN Review

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Im letzten Jahr wurde häufig diskutiert, ob sich die finnischen Nachwuchsmetaller Sturm Und Drang mittelfristig nicht einfach nur als Eintagsfliege erweisen werden. Klar: Ihr Debüt LEARNING TO ROCK hatte vielversprechende Ansätze, aber auch – Hand aufs Herz – kleinere Schwachpunkte.

Doch Obacht, das Metal-Jugendzentrum hat aufgerüstet! Mit ihrem zweiten Werk ROCK’N’ROLL CHILDREN dokumentieren die Burschen eine ganz erstaunliche Weiterentwicklung. Die auf dem Erstwerk mitunter etwas flachen Melodiebögen sind nun einem erstaunlich sicheren Gespür für griffige Refrains und starke Chöre gewichen.

Vor allem Sänger Andre Linman hat sich enorm weiterentwickelt: Mitunter klingt er wie der junge Klaus Meine, dann wie Joe Elliot (Def Leppard) oder Brad Delp von Boston – nicht eben die schlechtesten Referenzen.

Auch ROCK’N’ROLL CHILDREN lobpreist den Melodic Metal der Achtziger, kramt in ‘Photograph’ die von Bon Jovis ‘Livin’ On A Prayer’ berühmte Talkbox wieder aus, klaut im Opener ‘The Last Of The Heroes’ ganz unverhohlen die Hookline von Pretty Maids’ ‘Future World’ und reanimiert mit ‘A Million Nights Of Winter’ die schmachtende Power-Ballade im Stile der Scorpions.

Okay, nicht alle Songs sind wirklich erste Kajüte (‘Alive’ und das Hellowen-Rip-Off ‘These Chains’ klingen eher Trallala-mäßig), aber Talent und Zielrichtung überzeugen.

Matthias Mineur

Diese und viele weitere Rezensionen gibt es in der Januar-Ausgabe des METAL HAMMER.


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