Kritik zu SUCK BIS(S) ZUM ERFOLG

SUCK BIS(S) ZUM ERFOLG

Splendid Entertainment DVD, Erschienen: 24. September 2010

3.0/ 7
teilen
twittern
mailen
teilen
von

Regie: Rob Stefaniuk Mit: Alice Cooper, Henry Rollins, Iggy Pop, Dimitri Coats, Malcolm McDowell, Moby, Rob Stefaniuk

Wow, eine Vampir-Komödie mit diversen Musikern (Alice Cooper, Henry Rollins, Iggy Pop, Moby), ein paar bekannten Schauspielern (Malcolm McDowell, Dimitri Coats) und einem Trailer, der schlicht Spaß macht! Was soll da schief gehen? Allein der Plot ist schon lecker schräg:

Die Rock-Band The Winners bringt trotz ihres hoffnungsvollen Namens nichts zustande, haben den Sprung nach oben verpasst, touren jetzt durchs amerikanische und kanadische Hinterland, von Kneipe zu Absteige zu Drecksloch. Außerdem ist die Beziehung von Sänger Joey (Rob Stefaniuk) zu Bassistin Jennifer (Jessica Paré) am Boden. Wo Zuneigung war, sucht der leicht neurotische Band-Leader sein Seelenheil nun in Abweisung.

Alles ändert sich plötzlich, als Jennifer vom mysteriösen Queeny (Dimitri Coats) auf eine Privat-Party eingeladen wird. Sie kommt als blutdurstige Vampirin zurück, der das Publikum zu Füßen liegt. Dass sie allerdings auch andere Musiker aussaugt, deren Leichen dann verschwinden müssen, bringt Probleme. Und Joey stellt auch – mal wieder – quer. Er möchte keinen Vampir in der Band haben. Außerdem ist auch noch Eddie Van Helsing (Malcolm McDowell) hinter der Band her, um den Vampir zu töten.

Dass Alice Cooper als Barmann und Vampir glänzt, Iggy Pop als Produzent den Vampir sofort erkennt und wie das Natürlichste der Welt behandelt, Moby als Sänger einer mit Steaks und Blut werfenden Band auftritt und Henry Rollins als Radio-DJ die Klappe aufreißt, gibt zusätzlich Bonus-Punkte. Leider hat sich Hans Dampf Rob Stefaniuk aber deutlich überhoben: Drehbuch, Regie und Hauptrolle sind zu viel.

Als Erstes leiden die Witze. Vieles ist so vorhersehbar und hohl, dass es einfach nicht mehr lustig ist. Alice Cooper beginnt zum Beispiel eine der notorischen Crossroad-Szenen mit den Worten „welcome to my nightmare.“. Ah ja, sehr innovativ. Einer von vielen Gähn-Gags.

Anschließend leidet das Drehbuch, denn viele Szenen werden einfach mit Songs vom durchaus ansprechenden Soundtrack überlagert, so dass die Handlung mal wieder um vier Minuten ohne wirklichen Inhalt weitergeschoben werden kann. Reichte das Drehbuch nur für 60 Minuten, so dass es über Musik-Szenen auf 87 Minuten gedehnt werden musste?

Immerhin haben alle Beteiligten sichtlich Spaß am Dreh, der Film ist ein Wiedersehen mit vielen alten Bekannten und ein paar Schmunzler sind ganz klar vorhanden. Dafür garantiert allein schon der trockene kanadische Humor, der sich immer mal wieder über Klischees und natürlich Amerika lustig macht. Für einen guten Film reicht das aber noch lange nicht. Schon gar nicht, wenn die Erwartungshaltung groß ist.


ÄHNLICHE KRITIKEN

Iggy Pop :: Post Pop Depression

Alice Cooper :: Raise The Dead - Live from Wacken

Alice Cooper :: Welcome 2 My Nightmare


ÄHNLICHE ARTIKEL

Rob Zombie: Nein zu von Maden befallenem Fleisch in Gitarre

Der einstige Rob Zombie-Gitarrist Mike Riggs hatte mal vor, verdorbenes Fleisch anstatt Schweineblut in seine Gitarre zu stecken.

Alice Cooper verleiht dem nächsten Album noch den letzten Schliff

Alice Cooper und Co. schrauben an der nächsten Platte, an der die gesamte Tourband mitgewirkt hat. Jetzt geht's an die Feinheiten.

Alice Cooper: Gras, Burger und finanzielle Verantwortung

Happy birthday, Alice Cooper! Anlässlich des Geburtstags des ultimativen Schock-Rockers haben wir seine Aktivitäten der letzten zwölf Monate zusammengetragen.

teilen
twittern
mailen
teilen
Rob Zombie: Nein zu von Maden befallenem Fleisch in Gitarre

Gitarrist Mike Riggs spielte von 1997 bis 2003 für Rob Zombie. Bei den Konzerten benutzte der Musiker eine durchsichtige Gitarre, die er mit Schweineblut befüllte, mitten in der Show entkorkte und sich mit dem Blut begoss. Manchmal spuckte er auch etwas davon ins Publikum. Wie Riggs nun in einem Interview mit "Ultimate Guitar" zu Protokoll gab, hatte er eigentlich eine noch krassere Idee. Doch der Bandchef schob dem einen Riegel vor. Blut statt Maden "Ich habe live Gitarre für Prong während der Tour zum RUDE AWAKENING-Album gespielt", erinnert sich der einstige Rob Zombie-Gitarrist. "Tommy Victor und Paul Raven von Prong wurden…
Weiterlesen
Zur Startseite