Uncle Acid & The Deadbeats gelten als die Hoffnungsträger der Stoner-Szene – ein Ruf, der sie und ihren schweren Sound unter anderem ins Vorprogramm von Black Sabbath bugsierte. Und genau dort gehören sie hin: Uncle Acids Musik, auch die auf dem vierten Album THE NIGHT CREEPER, pendelt hin und her zwischen bekifften Stoner-Gitarren, unbarmherzig niederdrückenden Doom-Ausflügen und Psychedelic-Gedudel.
Die Stimme von Uncle Acid, der eigentlich K.R. Starrs heißt, wirkt dabei unmenschlich, fast mechanisch. Der Gesang hat sich völlig vom Hier und Jetzt entfremdet. Er hallt nicht durch die staubige Stoner-Wüste, wo all die Erben von Kyuss um die Wette jammen, sondern wirkt wie in völlig anderen Sphären gefangen, abseits von Mutter Erde. Während der Gesang vor sich hin schwebt, schleppen sich die Gitarren mühsam durch die zehn Stücke auf THE NIGHT CREEPER. Manchmal neigt dieses Album dazu, den Hörer in Sachen Lethargie anzustecken. Die Augen werden schwer, der Blick ist verschwommen, geht gen Boden.
THE NIGHT CREEPER ist kein Weckruf. Es ist die Aufforderung, sich fallen zu lassen und freizumachen von den Fesseln der Erde.
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Bagman
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