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Various Artists Live At Wacken 2012

Metal, UDR/EMI 58 Songs

4.0/ 7
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Foto: Various Artists

Beim Auspacken des Pakets wundert man sich zuerst ein wenig: Wacken 2013 ist gerade überstanden, der Weihnachts(aus)-verkauf kündigt sich an, und dann wird das DVD-Set zum Festival des vergangenen Jahres veröffentlicht. Nun ja. Natürlich lässt sich das Material nicht schneller sichten, auswählen, schneiden und produzieren, doch komisch ist es schon: Der Sonnenbrand vom 35-Grad-Wacken ist gerade abgeklungen, doch die DVD-Macher zeigen uns nicht etwa die eingebrannten Sonnenszenen, sondern Matsch, Schlamm und das ganze Elend des letzten Jahres.

Davon (und vom sehr schwankenden, oft fragwürdigen Sound) abgesehen gibt es auch auf den drei LIVE AT WACKEN 2012-DVDs wieder jede Menge schöne Szenen zu bestaunen: Das bei jedem Wetter feiernde Publikum, denkwürdige Spezifika des Jahres („Free Randy“-Plakate auf der Testament-Bühne, Schlamm-Catching bei The Boss Hoss, Gastauftritte beim Volbeat-Gig, Regenwand bei Suffocated, Zeltmelancholie bei Ghost Brigade, Moonspell mit Orchester) und natürlich Musik nonstop.

Übergänge zwischen den Gigs der 24 vertretenen Bands gibt es nicht, eine Szene wird an die nächste gereiht, sodass sich die letzten Thrash-Takte von Testament munter an die ersten Klänge von The Boss Hoss hängen und die Tages- und Nachtzeiten verschwimmen. Die Auswahl der Gruppen und Stücke ist unklar – von eigentlich wichtigen Bands wie Amon Amarth, In Extremo, In Flames oder Suicide Silence (immerhin einer der letzten Auftritte von Mitch Lucker) fehlt jede Spur, dafür sind Hammercult, Riotgod und Djerv vertreten.

Gut natürlich, dass auch Wert auf frisches Blut gelegt wird; sinnvoller wäre es aber, pro Band nur einen Song auszuwählen, dafür aber auf Vielfalt zu setzen und auch Eindrücke von Backstage-Szenen, dem Metal Battle, den kleineren Bühnen sowie dem Drumherum und wahren Gänsehautmomenten zu präsentieren. So bekommt der Fan zwar ein dickes und durchaus sehenswertes Paket mit vielen tollen Wacken-Eindrücken präsentiert – von liebevoll zusammengestellten Erinnerungen kann jedoch keine Rede sein. Und das hätte man nach so vielen Monaten doch wohl erwarten dürfen…

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