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Vipassi LIGHTLESS

Extreme Metal, Season Of Mist/Soulfood (8 Songs / VÖ: 26.1.)

2/ 7
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Wäre Hermann Hesse in den „Genuss“ von LIGHTLESS gekommen, hätte er für sein Gedicht ­‘Stufen’ (1941) sicher andere Worte gewählt, denn nicht jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Im Gegenteil: Der Erstling von Vipassi präsentiert eindrucksvoll, wie wenig Magie ein reines Instrumentalalbum ausstrahlen kann. ‘Lightless’ und ‘Labyrinthine Hex’ plätschern müde dahin, ‘Morningstar’ kann abseits des hämmernden Schlagzeugs kaum begeis­tern, und gemessen an seiner Überlänge klingt das zehnminütige ‘Promothea’ zu gleichförmig. LIGHTLESS mangelt es gehörig an Abwechslung.

Die einzelnen Songs sind einander so ähnlich, dass sie kaum die Akzente setzen können, die es braucht, um ein Album ohne Gesang zu gestalten. Was bleibt, ist atmosphärische Belanglosigkeit, die sich in Wiederholungen verliert und beinahe zwanghaft in Djent- und technische Anleihen verfällt, um diesen Umstand zu kompensieren. Organisch klingt das nicht – und lässt die Platte ebenso ziellos wie undurchdacht wirken. Dabei hätte speziell einem Instrumentalalbum der Hang zu spielerischer Finesse gutgetan. Ironischerweise ­appelliert Hesse in seinem Gedicht an Abenteuer­lust. Diese fehlt auf LIGHTLESS leider vollständig.

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