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Watain TRIDENT WOLF ECLIPSE

Black Metal, Century Media/Sony (8 Songs / VÖ: 5.1.)

6/ 7
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Zum Anfang des neuen Jahres eröffnen Watain gleich mal das Rennen um das beste Black Metal-Album 2018 – und ihre Chancen stehen gar nicht mal so schlecht. Diejenigen, die der Band bereits vor Jahren Sellout und Verrat am Black Metal vorgeworfen haben, wird sie wohl auch jetzt nicht mehr überzeugen können. Wer THE WILD HUNT jedoch als ein Meistwerk des modernen (Black) Metal angesehen hat, dem sei gesagt: Das neue Album der Schweden ist der maximale Abriss!

Über vier Jahre nach ihrem bis dato größten Erfolg legen Watain mit TRIDENT WOLF ECLIPSE die Welt erbarmungslos in Schutt und Asche. Die Erschütterung, wenn einem der manisch getriebene Opener ‘Nuclear Alchemy’ nach wenigen Sekunden um die Ohren fliegt, ist fast körperlich spürbar, und auch im Anschluss geben Watain ihren Hörern wenig Raum zum Atmen. Besonders aussagekräftig ist bereits die Spielzeit: Knackte die Band mit ihren letzten Releases gerne mal die Stundenmarke, ballert ihr sechstes Album in gerade mal 35 Minuten aus den Boxen. Das heißt: Keine Experimente, nur Hass und Dunkelheit in Reinform. Balladen oder Klargesang wie auf dem Vorgänger gibt es auf TRIDENT WOLF ECLIPSE keine – nur hin und wieder drosseln Erik Danielsson & Co. das Tempo, allen voran im letzten Song ‘The Fire Of Power’, der epische Szenarien malt.

Angesichts des durchgehend hohen Niveaus dieses Albums sei jedoch auch gesagt: Große Hymnen, Überraschungen und Momente, die sofort innehalten lassen und sich nachhaltig ins Hirn brennen, findet man eher nicht. Primär konzentrieren sich Watain auf die Essenz eines kraftvollen, zeitgemäßen Black Metal-Sounds, der gleichzeitig atmosphärisch und maximal brutal klingt, irgendwo zwischen Melodie, Gefühl und kompletter Zerstörung. Und wer weiß, vielleicht können sie damit ja doch auch die Kvlt-Elite wieder für sich gewinnen.

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