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WhiteBuzz BOOK OF WHYTE Review

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Schon das Cover-Artwork von BOOK OF WHYTE macht Doom und Stoner Fans Lust, das Debüt der deutschen Band WhiteBuzz auf der pflichtschuldigen Lautstärke anzuhören. Minimalistisch, verschroben, mit Szene-Ikonen spielend und trotzdem eigen – das macht was her.

Diese Beschreibung passt auch ziemlich gut zu den fünf umtriebig langen Songs. Was anfänglich nach eher unauffälligem aber gut gemachtem Retro Doom mit Kiffer-Ansatz klingt, öffnet mit der Zeit immer mehr Tore zur auf dem Cover zu sehenden seltsamen Nebenwelt. Psychedelisch wabern einsame Gitarren über verschleppte Schlagzeug-Beats, manchmal schaut eine verzerrte Gitarre vorbei während scheinbar aus dem Nirgendwo der säuselnde Gesang das seltsame Geschehen kommentiert. Im Hintergrund begleiten Sound-Samples und Bassläufe das Geschehen, während der trockene Sound mehr und mehr Raum für die plätschernden und hallenden Noten schafft.

WhiteBuzz schlagen auf BOOK OF WHYTE die Brücke zu ihren Label-Kollegen und Extrem-Experimentalisten Ararat (hier die Rezi). Sie bleiben aber nicht ohne Umkehr in der Hochebene zwischen Psychedelic, Drone und Doom, sondern packen auch immer mal wieder ordentlich zu, zum Beispiel in den zur idiomatischen Klammerstellung werdenden Songs ‘Pentaprisma’ (Opener) und ‘Antipocalypse’ (letzter betitelter Song). Bei diesen können auch klassisch erzogene Fans von Possessed, Pentagram oder alten Electric Wizard problemlos mit WhiteBuzz warm werden. Und wenn sie schon mal an Bord sind, sollten sie auch den Rest des BOOK OF WHYTE antesten. Es gibt einiges zu entdecken – auch wenn man durchaus Geduld mitbringen muss.

Tobias Gerber


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