Toggle menu

Metal Hammer

Search

Wino PUNCTUATED EQUILIBRIUM Review

teilen
mailen
teilen
von

Wo Rauch ist, ist auch Feuer. Das wiederum lässt den Schluss zu, dass Scott „Wino“ Weinrich auch nach einem Vierteljahrhundert im Geschäft trotz chronischer Erfolglosigkeit immer noch brennt. Denn PUNCTUATED EQUILIBRIUM, sein erstes Soloalbum, raucht gewaltig. Als Brandmelder sind Jean Paul Gaster von Clutch (Schlagzeug) und Jon Blank (Bass) von Rezin am Werk, die sich nobel zurückhalten und ihrem Chef die Bühne überlassen. Der dominiert das Geschehen mit tief gestimmter Gibson-Gitarre sowie seiner unnachahmlichen Stimme, die geneigte Winologen viel zu lange entbehren mussten.

Es ist die wunderbare Leichtigkeit des Seins, mit der sich die lebende Legende tonnenschwere Riffs ganz locker aus dem Ärmel schüttelt – nichts an diesem Album wirkt aufgesetzt oder gekünstelt. Wino filtert einfach die Essenz seiner bisherigen Kapellen Saint Vitus, The Obsessed, Spirit Caravan und The Hidden Hand und mixt dies zu einem erstaunlich süffigen Lavagebräu.

Das erinnert das ein oder andere Mal an Kyuss – die wiederum schwer unter dem Einfluss von Saint Vitus standen, womit sich der Kreis auch schon wieder schließt. PUNCTUATED EQUILIBRIUM ist ein beherzt rockendes Album für Männer mit zuviel Testosteron und zu wenig Glück im Leben. Vielleicht klingt nicht jede der gut 40 Minuten wirklich zwingend – als Gesamtwürdigung von Winos Werk sind knappe sechs Punkte jedoch gerechtfertigt. In diesem Sinne: In Wino veritas!

Wolfgang Kuhn


ÄHNLICHE KRITIKEN

Brother Firetribe HEART FULL OF FIRE Review

Demians MUTE Review

Melissa Auf Der Maur OUT OF OUR MINDS Review


ÄHNLICHE ARTIKEL

Metallica: Basssolo in ‘Orion’ sollte Hammett spielen

Robert Trujillo gibt in der neuesten Episode von "The Metallica Report" eine aufschlussreiche Story über den Klassiker ‘Orion’ zum Besten.

50 Jahre ESP: Stählerne Äxte fürs Metal-Gelände

Als 1975 in Tokio die Firma ESP gegründet wurde, ahnte wohl niemand, dass sie zu einem der wichtigsten Gitarren- und Basshersteller werden würde.

Cliff Burton war Inspiration für Mike Dirnt (Green Day)

Damit war nicht zwingend zu rechnen, aber Cliff Burton von Metallica war ein wichtiger Einfluss für Green Day-Bassist Mike Dirnt.

teilen
mailen
teilen
Dream Theater: Portnoy findet Vergleich mit Mangini „unfair“

Dream Theater-Fans freuten sich 2023 über die Rückkehr von Ur-Schlagzeuger Mike Portnoy, der nach seinem zwischenzeitlichen Ausstieg 2010 durch Mike Mangini ersetzt wurde. Im Interview mit ‘Ibagenscast’ lobt Portnoy nun dessen Leistung und beteuert, dass dieser ihm in einigen Aspekten merklich überlegen ist. Übergangslösung „In den 13 Jahren habe ich immer mal wieder reingehört. Wenn Dream Theater ein neues Album veröffentlichten, habe ich es mir immer mindestens einmal angehört, um zu sehen, was sie so treiben. Natürlich war ich unglaublich gespannt auf das erste Album ohne mich, denn bis dahin hatte es Dream Theater nie ohne mich gegeben“, so Portnoy.…
Weiterlesen
Zur Startseite