Rob Halford spricht über das neue Priest-Album

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In einem neuen Interview wurde Judas Priest-Sänger Rob Halford gefragt, welche Inspirationen in das kommende Album einfließen. Seine Antwort: „Wir liefern die dieselbe Energie, dieselbe Vitalität, dieselbe Entschlossenheit. Es ist wirklich, wieder einmal, eine weitere Bestätigung dessen, was man an Judas Priest liebt. Wenn du dir ein beliebiges Priest-Album anhörst, von ROCKA ROLLA in den Siebzigern bis zu den Zweitausendern mit FIREPOWER und allem, was dazwischen liegt. Ob es TURBO LOVER war oder PAINKILLER. Die Reise ist noch nicht zu Ende – das bedeutet ein weiteres Album und eine weitere Tournee. Und wir können es kaum erwarten, weiter Metal zu spielen, denn der Turbo wird so schnell nicht abgestellt werden.“

Letzten Monat sprach Judas Priest-Gitarrist Richie Faulkner über den Fortschritt der Aufnahme-Sessions für den Nachfolger des 2018er-Albums FIREPOWER der Band: „Das erste Hindernis war die Pandemie, weil wir nicht zusammenkommen und als Gruppe spielen konnten. Und als die Pandemiebeschränkungen aufgehoben wurden, konnten wir auf Tournee gehen. Das nächste Hindernis, wenn man es so nennen will, war also die Tournee. Dazwischen konnten wir immer nur kleine Stücke aufnehmen. Wir haben die Drums fertig, wir haben die Gitarren fertig, wir haben den Bass fertig. Ich glaube, das Wichtigste, was wir jetzt noch machen müssen, ist der Gesang. Wir haben den US-Teil der Tournee vor uns, also muss Rob seine Stimme schonen und sparsam mit ihr umgehen. Vielleicht können wir im neuen Jahr anfangen, an den Vocals zu arbeiten.“

Priest-Gitarrist über Veröffentlichung

Bezüglich der Frage, wann die Fans mit der nächsten Priest-LP rechnen können, sagte Richie: „Es ist immer schwierig, über Zeitrahmen zu sprechen, denn wie wir wissen, ändern sich die Dinge. Aber Rob sagt immer: ‚Es ist fertig, wenn es fertig ist‘. Es ergibt keinen Sinn, an diesem Punkt der Band-Karriere etwas zu überstürzen. Aber es geht voran – wir arbeiten daran und es geht voran. Und wir nutzen die Zeit, die wir haben. Auch heutzutage brauchen wir keine 18 Monate in einem 10.000 Quadratmeter großen Studio auf den Fidschi-Inseln, um eine Platte zu machen. So wie die Dinge heute stehen, können wir das viel wirtschaftlicher machen.“

Wie sich das neue Priest-Material anhört, sagte Faulkner: „[Produzent und Tour-Gitarrist] Andy Sneap schrieb mir heute Morgen eine SMS und sagte, dass es wirklich solide und selbstbewusst klingen würde. Er sagte, es ist nicht ‚Firepower 2‘; es ist etwas Eigenes. Es ist immer spaßig, wenn man das Album schon besitzt und es noch niemand gehört hat. Dann freut man sich darauf, es der Welt zu präsentieren.“

Neues Priest-Album progressiver?

Außerdem wurde Halford gefragt, ob er mit Faulkners jüngstem Kommentar übereinstimme, dass das kommende Album der Band musikalisch „progressiver“ sein werde als FIREPOWER. „Ja, der Metal ist da. Aber die Sache ist die: Wir haben unser Bestes getan, um nichts von dem zu wiederholen, was wir bisher gemacht haben. Bisher hatte jede Platte einen eigenen Charakter. Die Fans sagen: ‚Wir wollen ein anderes ‚Painkiller‘,‘ ‚Wir wollen ein anderes ‚British Steel‘.‘ Aber das haben wir schon gemacht.“

Der 71-Jährige führte weiter aus: „Die Fans wissen, dass wir eine Band sind, die immer voller Abenteuer ist und neue Sachen ausprobiert. Und, ja, das hier hat wahrscheinlich ein paar progressivere Elemente, in die wir uns noch nie zuvor vertieft haben. Und das ist aufregend, denn es gibt uns und unseren Fans eine weitere Gelegenheit, eine andere Seite von Priest zu sehen. Aber es ist immer noch Metal. Es gibt mehr Noten als vorher.“

Faulkner sprach ebenfalls über den Gesamt-Sound der neuen Priest-Musik: „Wenn man eine Platte beginnt weiß man nie, wie sie ausfallen wird. Man fängt vielleicht mit einer Idee an, was es werden soll, und im Lauf der Zeit kommt etwas ganz anderes dabei heraus. Außerdem ist es wirklich schwer, die eigene Musik zu beschreiben, ohne überheblich zu klingen, finde ich. Aber ich glaube, das hier – das ist nicht ‚Firepower 2‘. Wenn überhaupt, würde ich sagen, dass es an einigen Stellen etwas progressiver ist, und an anderen Stellen hat es etwas mehr von KILLING MACHINE.“


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