Rob Halford über seinen Krebs: „Ich hätte auf meine Ärzte hören sollen“

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Während eines Auftritts bei der US-amerikanischen Radiosendung „Full Metal Jackie“ sprach Judas Priest-Sänger Rob Halford über die Entscheidung, seinen Kampf gegen den Krebs öffentlich zu machen. Halford, der sich derzeit in Remission befindet, richtete zudem eine Nachricht an alle Zuhörerinnen und Zuhörer. „Jungs und Mädels, ihr müsst auf euch aufpassen“, begann er. „Ihr müsst euren Heavy Metal-Tempel sauber halten und bereit sein, mit allem umzugehen, was auf euch zukommt. Für mich war es der Prostatakrebs.

Lasst mich euch kurz erklären: Ich hätte auf meine Ärzte hören sollen, denn sie warnten mich bereits vor meinem hohen PSA-Wert. ‚Ich muss aber noch eine Tournee machen‘, sagte ich. Also habe ich die Behandlung erst danach begonnen. Die Behandlung wäre nicht so schwierig gewesen, hätte ich sie rechtzeitig begonnen. Aber hey, wir haben es geschafft. Ich hatte ein wunderbares Team von Ärzten, die sich in Phoenix um mich gekümmert haben. (…)

Leute, macht eure Bluttests. Lasst die Untersuchungen durchführen. Wir haben gerade jetzt [im März] den Darmkrebsmonat. Also kümmert euch bitte um euch selbst. Das ist so wichtig. Vorwärts und aufwärts.“

Rob Halford will sensible Themen lauter ansprechen

Der Judas Priest-Vorsteher erwähnte außerdem das zusätzliche Kapitel, das der aktualisierten Taschenbuchausgabe von ‘Confess’, seiner Autobiografie, hinzugefügt wurde. Darin verarbeitet der Musiker seinen Umgang mit der Krankheit in einem detaillierten Abriss. „Ich denke, es war wichtig darüber zu sprechen, weil es für jeden unglaublich beängstigend ist“, sagte er. „(…) Ich erzähle euch etwas, wovon ich auch im Buch berichtet habe. Ich fühlte mich so schrecklich egoistisch, weil ich dachte: ‚Oh Gott, ich habe Krebs. Ich habe Krebs.‘ Und dann sah ich Werbespots für das Kinderkrankenhaus in Phoenix… Diese kleinen Kinder mit Krebs, die um ihr Leben kämpfen.“

Schuldgefühle machten sich beim Musiker breit, der dem Vergleich seiner und fremder tragischer Zustände offenbar nicht ausweichen konnte. „Ich habe mich sehr, sehr geschämt, dass ich solch eine Position innehatte.“

Seit Juni 2021 ist Rob Halford krebsfrei und macht seither auf das sensible Thema öffentlich aufmerksam.

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So integrierten Judas Priest ein Motorrad in ihre Show

Konzerte der Heavy Metal-Ikonen Judas Priest sind immer noch ein Spektakel. Ein Bestandteil der Live-Shows ist seit etlichen Jahren der Song ‘Hell Bent for Leather’ vom Album KILLING MACHINE. Im Intro dazu fährt Frontmann Rob Halford mit einer Harley-Davidson auf die Bühne und lässt den Motor aufheulen. Kürzlich hat sich der Metal-Gott in einem Interview mit dem "Goldmine"-Magazin daran erinnert, wie Judas Priest auf die Idee für diese Bühneneinlage kamen. Fügung des Schicksals "Es gab einen Augenblick, als der Track ‘Hell Bent for Leather’ noch neu für uns war", erzählt Halford. "Damals spielten wir noch überall, wo sie uns haben wollten.…
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