Wir erinnern uns alle daran, wie wenig Feingefühl Roger Waters gegenüber der Familie des vergangenen Sommer verstorbenen Ozzy Osbourne an den Tag gelegt hat. Jack und Sharon Osbourne haben daraufhin verbal zurückgeschossen und sogar ein launiges T-Shirt aufgelegt. Nun war die Pink Floyd-Legende in der Sendung des britischen Moderator Piers Morgan zu Gast, welcher ihn auf glorreiche Weise gnadenlos zur Rede stellt (siehe Video unten circa ab Minute 37).
„Mr. Mitgefühl“
Da Rogers Waters bei einem anderem Thema über Mitgefühl spricht, nagelt ihn Morgan darauf fest und fragt, ob der Classic-Rocker bei seinen Äußerungen über Ozzy Mitgefühl gezeigt habe. Zunächst versucht sich Waters über eine falsche Quellenangabe von Piers’ Seite herauszureden — nebenbei er nennt Ozzys Witwe noch „Karen“ —, woraufhin er sich eine Zurechtweisung von Morgan einfängt: „Das ist doch alles irrelevant! Wo Ozzy gerade gestorben ist, warum musst du ihn so niedermachen, wenn du doch Mr. Mitgefühl bist?“
Weiter führt Roger Waters an, dass er diese Kommentare mitten in einem anderthalb Stunden langen Interview von sich gegeben habe. Piers unterbricht: „Du hast sie trotzdem gesagt! Das macht keinen Unterschied!“ Der 82-Jährige stammelt dann nur: „Muss ich jede Rock-Gruppe, die es jemals auf der Welt gab, oder Leute, die Fledermäusen den Kopf abbeißen, mögen?“
Auf Morgans Nachfrage, ob sich Waters bei den Osbournes entschuldigen will, antwortet Roger: „Natürlich werde ich mich entschuldigen, wenn ich die Zeit habe. Nicht, dass ich Zeit für Sharon Osbourne hätte, die eine wütende Zionistin ist. Sie hat mich aller möglichen Dinge beschuldigt. Weil sie Teil der israelischen Lobby ist…“ An dieser Stelle fällt ihm Piers Morgan ins Wort: „Würdest du dich bei der Osbourne-Familie entschuldigen?“ Darauf entgegnet Waters: „Wenn sich Jack mit mir unterhalten will, mache ich das und werde nicht gemein sein.“
Weiter versucht sich Roger Waters zu rechtfertigen: „Ich war ehrlich und sagte, ich mag Black Sabbath nicht. Und ich mag keine Leute, die Fledermäusen den Kopf abbeißen — das tue ich einfach nicht. Das finde ich widerlich — und jetzt habe ich es wieder gesagt.“ Später gibt der Musiker noch an: „Ich bereue nichts im Leben — außer, dass ich nicht erfolgreicher darin war, die Menschen zum Verstehen zu bringen, dass wir als menschliche Rasse unsere Brüder und Schwestern auf der ganzen Welt anerkennen und Mitgefühl mit ihnen haben und sicherstellen müssen, dass sie untereinander gleiche Menschenrechte haben.“
—
Bestens informiert über dieses und alle weiteren wichtigen Themen im Metal bleibt ihr außerdem mit unserem Newsletter. Einmal pro Woche flattert euch übersichtlich sortiert ein Update ins Postfach. Einfach anmelden, damit euch auch sicher nichts entgeht.
