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Sabaton: Diversität im Schützengraben

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Das komplette Interview mit Sabaton findet ihr in der METAL HAMMER-Märzausgabe 2022, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!

Die schwedischen Power-/Heavy-Metaller SABATON machen aus den schlimmsten Umständen das Beste: Ohne die Pandemie mit daraus resultierendem Tourneeabbruch wäre THE WAR TO END ALL WARS wohl nicht entstanden. Gut, dass der verheerende Erste Weltkrieg ausreichend erzählerischen Stoff für ein zweites Sabaton-Konzeptalbum hergibt.

METAL HAMMER: Was konntet ihr von THE GREAT WAR mitnehmen, was vom Vorgängeralbum lernen und jetzt umsetzen?

Joakim Brodén: Es geht immer schnell, sich in dem zu verlieren, was man gerade tut. Darum hören wir uns, bevor es an ein neues Album geht, immer noch mal genau an, was wir davor gemacht haben. Was gefällt uns daran, was gefällt uns nicht so gut? So nun auch THE GREAT WAR: Obwohl ich die Produktion liebe, so groß, massiv und episch, wie sie ausfiel, fühle ich mich auch davon erschlagen. Der Sound spiegelt den Ersten Weltkrieg wider, ist übertrieben und fast aus der Spur. Ein Song oder drei: Alles ist perfekt!

Aber wenn ich das Album von vorne bis hinten höre, sind meine Ohren müde beim Finale ‘The War To End All Wars’, das natürlich auf dem neuen Album hätte stehen sollen, hätten wir davon gewusst. (lacht) Das Album laugt einen aus, was am Mix liegt. Ich habe also mit Jonas (Kjellgren, Produzent des neuen Albums und des Vorgängers – Anm.d.A.) gesprochen, der meinen Eindruck teilte.

Subjektiv vs objektiv

Natürlich waren und sind wir glücklich damit, aber wir können nicht noch mal exakt dasselbe machen. Wir haben an fast allen Bestandteilen etwas herumgeschraubt, aber der größte Unterschied ist der Gitarren-Sound mit einem ganz neuen Ansatz für die Aufnahmen und den Mix. Jonas modifizierte einen alten Gleichrichter, womit es uns gelungen ist, die Gitarren bei geringerer Verzerrung heavier klingen zu lassen. So konnten wir sie im Mix lauter drehen, ohne dass sie alles übertönen. Das hat die Dynamik des Albums radikal verändert und Raum für vieles mehr geschaffen! Ob die Songs eines Albums gut oder schlecht sind, ist rein subjektiv; die Produktion kann man objektiver bewerten. Unser Debüt hatte eine qualitativ schlechte Produktion. Diese hier ist unsere objektiv beste!

MH: Dass die Gitarren mehr im Vordergrund stehen, scheint sich auch auf das Songwriting ausgewirkt zu haben!

JB: Vor allem bei einem Song wie ‘Hellfighters’, den ich gemeinsam mit Chris (Rörland – Anm.d.A.) geschrieben habe; er ist ein wahnsinniger Gitarrist, der alles auf den Tisch bringen und freidrehen wollte. Auf der anderen Seite, sozusagen als Reaktion auf das sehr technische ‘Hellfighters’, haben wir Abstand davon gebraucht und wollten auch etwas einfach zu Spielendes – so kam es zu ‘Soldier Of Heaven’, in dem es die wenigsten Gitarren des gesamten Albums zu hören gibt.

MH: Habt ihr es als Wagnis angesehen, ein Achtziger-Synthie-Stück wie ‘Soldier Of Heaven’ zu bringen?

JB: Nein, wir haben uns köstlich dabei amüsiert. Und wir rechneten gar nicht damit, dass es auf dem Album landet, sondern haben nur zum Spaß Musik gemacht. Zwischendurch haben wir uns auch gefragt, ob wir zu weit gehen, aber entschieden uns dann, uns das nicht kümmern zu lassen. Jeder in der Band fand diese super eingängige Achtziger-Rock-Disco-Nummer klasse. Wir haben uns darüber beömmelt, wie befreiend es ist, keine komplizierten Gitarren-Riffs zu haben.

Im Refrain mussten wir uns bremsen und haben auf Tremologitarren gesetzt, so wie Judas Priest auf TURBO, und auf einen Trick, zu dem Michael Jackson bei ‘They Don’t Care About Us’ gegriffen hat; es gibt im Refrain viel Percussion und Handgeklapper im Hintergrund – es machte uns viel Spaß, damit herumzuspielen und wir waren davon überrascht, wie gut das Ergebnis klang! Weil es dann sowieso schon nach den Achtziger Jahren klang, sind wir noch den letzten Schritt gegangen und haben Synthdrums verwendet.

Alles über die Gründe der erneuten Thematisierung des Ersten Weltkriegs, was Brodén mit Battle Beast und Beast in Black verbindet sowie Hintergründe zu den aufwändigen Videoclips von Yarnhub findet ihr im Titel-Interview der METAL HAMMER-Märzausgabe.


Wir haben Sabaton-Frontmann Joakim Brodén zur Wertung diverser METAL HAMMER-Titelseiten gebeten. Das spaßige Ergebnis könnt ihr hier betrachten:

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