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Sharon den Adel (Within Temptation) ist sehr politisch

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Bereits im Mai machten Within Temptation ihren politischen Standpunkt deutlich. In Zusammenarbeit mit dem Ukrainer Jerry Heil entstand die Single ‘Sing Like A Siren’, welche sich thematisch mit dem Gefühl von Machtlosigkeit und der Notwendigkeit, trotzdem für sich einzustehen beschäftigt. Das Lied wurde auch in der Dokumentation ‘The Invisible Force’ verwendet, die den Besuch von Within Temptation in der Ukraine zeigt.

Within Temptation wollen polarisieren

Auch ihre vor Kurzem veröffentlichten Lieder ‘Wireless’ und ‘Bleed Out’ beschäftigen sich mit politischen Themen. Es geht beispielsweise weiterhin um den Krieg in der Ukraine und den Tod der iranischen Frau Mahsa Amini. In einem neuen Interview mit Rock Antenne sprach Sängerin Sharon den Adel über die Reaktion ihrer Fans. „Heute ist es schwierig abzuschätzen, welche Konsequenzen in der Zukunft noch auf uns warten“, sagte die Niederländerin.

„Es gab sehr unterschiedliche Reaktionen. Einerseits sagen viele Leute, wir sollen nicht politisch sein. Andererseits gibt es aber auch genügend Menschen, die uns applaudieren und sich freuen, dass endlich jemand darüber spricht.“ Diese polarisierende Stimmung ist genau, was Within Temptation erreichen möchten. „Es interessiert mich nicht, dass Leute unsere Musik hassen. Mir ist wichtig, dass sie darüber sprechen. Auch Hass entfacht eine Debatte, vielleicht sogar ohne dass sie es mitbekommen.“

Auch BLEED OUT war politisch

Im weiteren Verlauf kam den Adel auf das aktuelle Within Temptation-Album BLEED OUT (2023) zu sprechen. „Wir haben ein Album geschrieben, das in großen Teilen von der Situation in der Ukraine inspiriert wurde. Je mehr man darüber redet, desto involvierter wird man.“ Mittlerweile ist das Thema für die Band ein sehr persönliches geworden. „Es ist keine Schlagzeile mehr, es sind Gesichter. Die Gesichter der Menschen, mit denen man auf seinem Weg gearbeitet hat. Man denkt an sie, wenn es einen weiteren russischen Angriff gab. Man hofft, dass sie sicher sind.“ Zusammenfassend sagte den Adel: „Ich bin mir nicht sicher, wie ich die Reaktionen einschätzen kann. Hilft es ein kleines bisschen? Ich hoffe es. Ich finde, es ist für Bands sehr wichtig, einen Standpunkt zu haben.“ 


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Nuria Hochkirchen schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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