Toggle menu

Metal Hammer

Search

Slayer-Gitarrist Gary Holt erklärt Erfolg von Rap

von
teilen
mailen
teilen

Hip-Hop und Rap sind aktuell offenbar die beliebtesten Musik-Genres. Slayer– und Exodus-Gitarrist Gary Holt weiß, warum. Die Antwort lautet nicht 42, wie Douglas Adams in ‘Per Anhalter durch die Galaxis’ nahegelegt hat. Die Antwort lautet: Instagram. So sei die Popularität von Rap-Künstlern darauf zurückzuführen, dass sie sich ausgiebig in den sozialen Medien darstellen. Dies erläuterte Holt in einem Workshop bei der Rock Citry Music Company (Video siehe unten):

Empfehlungen der Redaktion
David Draiman (Disturbed): Rock ist nicht tot

„Meine Theorie darüber, warum Rap momentan die Nummer eins Musikrichtung in Amerika ist, ist, weil es die sozialen Medien gibt. Rapper – ich bin mit ein paar befreundet und liebe viele von ihnen – aber bei ihnen hat es sich schon darum gedreht: ‚Schau her, was ich habe. Sieh dir meine Diamanten an.‘ Ich habe eine Nachrichtenmeldung gesehen: Es ging um einen 18-jährigen Rapper, der einen Rolls-Royce gekauft hat, damit er die Windschutzscheibe zerschlagen kann und es auf Instagram posten kann. Okay, du bist ein verdammtes Arschloch, du bist dumm, und ich hoffe, dir geht die Kohle aus und du musst hinter einem Müllcontainer Schwänze für Geld lutschen.“

Karriere dank Edding-Bemalung

In dem Artikel ging es offenbar um Post Malone, der 23 Jahre alt ist, unabsichtlich in einen Unfall verwickelt wurde und sich erst danach entschied, ein Foto davon zu posten. So ganz genau hingeschaut hat Gary Holt dabei also nicht, wobei er mit dem Darstellungs- und Geltungsdrang so mancher Hip-Hopper sicher Recht hat. Fraglich ist aber, ob man das einfach auf alle Rapper verallgemeinern kann. Auf jeden Fall ist klar: Gary Holt scheint kein großer Freund der jüngeren Generationen von Hip-Hoppern zu sein. Im oben genannten Workshop holte er mehrere Male zum verbalen Schlag gegen sie aus und sagte unter anderem:

Empfehlungen der Redaktion
Corey Taylor teilt gegen Adam Levine (Maroon 5) aus

„Ich mag Rap alter Schule. Vielleicht ist das auf mein Alter zurückzuführen. Zu meiner Zeit hatten die Rapper tatsächlich Rhythmusgefühl. Sie waren tatsächlich funky. Jetzt halten sie nicht einmal den Takt. Sie reinem nicht mal mehr. Das ist total abgefuckt.“ Alsdann zeigt er auf einen jungen Kerl im Publikum: „Willst du eine Karriere als Musiker machen? Dann lass dir dein Gesicht zutätowieren. Dann wirst du ein verdammter Rap-Star. So sahen die Typen aus, die früher im Bus eingeschlafen sind. Wir hätten dich total mit Edding bemalt. Und jetzt sehen sie mit Absicht so aus. Es ist verrückt. Sie sehen alle aus, als ob die mit Edding bemalt sind.“

🛒  repentless von slayer jetzt bei amazon ordern!
Youtube Placeholder

An dieser Stelle findest du Inhalte aus Youtube
Um mit Inhalten aus Sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.

 

Lothar Gerber schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

Keine METAL HAMMER-Ausgabe verpassen und dabei sparen: 3 Hefte zum Sonderpreis im Spezial-Abo für nur 9,95 € – dieses und weitere attraktive Abo-Angebote jetzt sichern unter metal-hammer.de/abo!

teilen
mailen
teilen
Soundgarden: Die Grunge-Band hörte in den Neunzigern Metal

Metal und Grunge waren sich lange Zeit bekanntermaßen spinnefeind. Doch wie Soundgarden-Gitarrist Kim Thayil in einem Interview mit ‘Turn Out A Punk’ erklärte, konnte er bereits damals Bands wie Metallica, Exodus oder Metal Church viel abgewinnen. Dabei seien beide Genres stilistisch gar nicht so weit voneinander entfernt, wie der Musiker ausführt. Kein Konkurrenzdenken „Wir mochten Metallica [...]. Die Thrash-Szene – sie hatten sich sehr stark mit der Punk-Szene vermischt – war unabhängig und nicht so radiotauglich, MTV-orientiert oder Pop-lastig“, sagte Thayil. „Wir hörten schon Metal Church. Und ich kannte Trouble und Exodus, deren Platten hatten wir also. Tatsächlich war es…
Weiterlesen
Zur Startseite