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Slipknot: Corey Taylor über das Band-Lazarett, die mögliche Auflösung und das Jahr 2019

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Vor ungefähr einem Jahr gab es noch einen Funken Hoffnung, der Nachfolger zu .5: THE GRAY CHAPTER könne etwas schneller als erwartet veröffentlicht werden.

Doch da Corey Taylor 2017 nahezu durchgehend mit Stone Sour beschäftigt war, bleibt es dabei: 2019 kommt das neue Slipknot-Album. Dies hat Corey Taylor in einem aktuellen Interview mit Musik Universe bestätigt.

„Die Songs, welche die Jungs komponiert haben, sind fantastisch. Genau so wollte ich das haben. Sie haben mir gelegentlich Sachen zugeschickt. Das war immer lustig.

Sie wollten mich nichts hören lassen, bevor es fertig ist, was für mich völlig okay ist. Ich bin ein geduldiger Mensch. Mir liegen jetzt sechs großartige Songs vor“, zeigt sich Taylor begeistert.

„Sie sind noch in Demo-Format, was bedeutet, dass sie lediglich ein bisschen in ihrer Länge gestutzt werden müssen. Man will die vorhandene Idee bis hin zu ihrem Ursprung erschließen, bis ins Letzte ausreizen.

Totale Zerlegung

Dann nimmt man das Ganze, kürzt es, zerlegt es in seine Einzelteile und arbeitet es detailliert aus, macht es stabiler und fließend. An diesem Punkt befinden wir uns gerade.“

Taylor erzählt weiter, dass er momentan die Texte für drei neue Songs verfasse. „Sie sind dunkel, sehr dunkel – und möglicherweise die autobiografischsten Lyrics, die ich seit sehr langer Zeit geschrieben habe.

Noch viel zu tun

In den letzten Jahren ist sehr viel passiert, ich schreibe als vom aktuellen Standpunkt aus und nicht davon, was einmal gewesen ist. Ich berichte als jemand, der viel durchgemacht hat und versucht, sich über gewisse Dinge klarzuwerden.“

Es liegt also noch viel Arbeit vor Slipknot – dennoch verspricht Taylor: „2019 werden wir die Scheibe ganz sicher aufnehmen und veröffentlichen.“

Hinsichtlich der Aussage von Shawn „Clown“ Crahan bezüglich eines möglichen Band-Austritts nach der nächsten Slipknot-Scheibe befragt, zeigt sich Taylor pragmatisch:

„Das geht uns allen so. Ich habe das schon immer gesagt, beziehungsweise jeder von uns. Das ist nicht negativ gemeint, aber es ist kein Geheimnis, dass jeder von uns mit Slipknot aufhören wird, wenn er Slipknot nicht mehr mit der Energie ausüben kann, die er sich für sich selbst wünscht.

Das Lazarett

Einigen von uns haben die Jahre in Slipknot schon ordentlich zu schaffen gemacht. Wenn es morgens kalt ist, macht mich das fertig. Mein Nacken, meine Knie und Hüfte…“, jammert Taylor.

DJ Sid Wilson habe sich nahezu jeden Knochen seines Körpers gebrochen, Clown sei sehr oft krank gewesen. „Jeder von uns hat sich schon mindestens einmal verletzt – vom Nacken bis zur Netzhaut.

Der Fall der Fälle

Aber zurück zur Eingangsfrage: Ohne Clown würde ich Slipknot definitiv nicht mehr weitermachen. Es gibt diese gewisse Mentalität innerhalb der Band, die ursprünglich von ihm ausging.

Er war und ist die Vision der Band, daher würden Slipknot ohne ihn zerfallen. Geht er, gehe ich auch. Ich sage das allerdings im Positiven, denn keiner von uns will nur mit halber Kraft fahren, niemand für ein Slipknot-Album nur 50 Prozent geben.“

Und das dürfte auch den Fans nicht gefallen. Lieber nur noch ein hundertprozentiges Slipknot-Album als zwei oder drei, die von der Band nur halbherzig geschrieben wurden.

Seht hier das komplette Interview von Musik Universe mit Coray Taylor:

Die METAL HAMMER März-Ausgabe 2018: Judas Priest, Arch Enemy, Böhse Onkelz u.v.a.

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