So klingt das neue Limp Bizkit-Album STILL SUCKS

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Nach einem Jahrzehnt ohne Album kündigten Limp Bizkit letzte Woche überraschend ihre selbstironisch betitelte sechste Platte STILL SUCKS für Halloween an. Wir verraten euch wie sie klingt und warum der Titel gleichzeitig zutreffend und unpassend ist. Hier unser Track-By-Track:

‘Out Of Style’

“We can not change the past, but we can start today to make a better tomorrow.” Mit dieser Weltverbesserungsfloskel startend, erklingen die ersten sanften Akkorde aus Wes Borlands Klampfe. Kurz macht sich Angst breit: Sind Limp Bizkit soft geworden? Der für seine gruselig bis schrille Bühnenkostüme bekannte Gitarrist beweist das Gegenteil. Brutale Riffs, „scratchende“ DJ-Platten und ein rappender Fred Durst bestimmen die ersten Minuten.

‘Dirty Rotten Bizkit’

Das Riff erinnert hier stark an ‘Hot Dog’ aus ihrem Erfolgsalbum CHOCOLATE STARFISH AND THE HOT DOG FLAVORED WATER (2000), samt kleiner verträumten Zwischeneinlage wie in ‘Eat You Alive’.

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‘Dad Vibes’

Wie im zugehörigen Video und auch auf Bühnenauftritten zu sehen, ist Fred Durst passend als Dad verkleidet. Das Stück ist deutlich Groove-lastiger als die restlichen Stücke, unterlegt mit tiefen Beats und einem etwas sinnfreien Text.

‘Turn It Up, Bitch’

Die Hip Hop-Nummer, die auf keinem Limp Bizkit-Album fehlen darf. Der Bass sorgt für einen einigermaßen mitreißenden Rap-Snack, der aber glücklicherweise nicht zu lang ausfällt.

‘Don’t Change’

Mit Akustikgitarre beginnend, denkt man sofort an ‘Behind Blue Eyes’. Kein zweites ‘My Way’, aber eine solide Ballade die etwas Abwechslung reinbringt.

‘You Bring Out The Worst In Me’

Ähnlich wie in der Schreitherapie ‘Eat You Alive’ startet der Track gemächlich, um dann von den Death-artigem Growls von Fred Durst abgelöst zu werden. Diese Momente gehören mit zu den Härtesten, die im gesamten Limp Bizkit-Katalog zu finden sind.

‘Love The Hate’

Die Abrechnung mit den Hatern: Frontmann Durst wechselt sich im Rap-Dialog mit seinem Gesprächspartner ab, beide verkünden ihren gemeinsamen Hass zu Limp Bizkit. Ganz nett, aber erinnert eher an ein Interlude.

‘Barnacle’

Leider ein Füllersong, durch seine Behäbigkeit zündet er nicht richtig. Waren die Riffs von Borland vorher noch kraftstrotzend, haben sie hier etwas an Power verloren. Der einzige Song, der austauschbar ist.

‘Empty Hole’

Noch eine Akustik-Nummer, hier hätte man einen Wachmacher gebraucht. Die zwei Minuten sind aber nicht allzu einschläfernd. Generell ist kein Titel auf dem Album zu langatmig ausgefallen.

‘Pile Popper’

Die böse Pharma-Industrie kann nur mit einem aggressiven Schlagzeug, scharfen Riffs und einem kreischenden Fred Durst bekämpft werden. „Give Me My Medicine!“ fordert er im Refrain. Ein Wutanfall, der sich ähnlich wie ‘Faith’ entlädt.

‘Snacky Poo’

Wieder Hip-Hop: Erinnert sprachlich an Beastie Boys und musikalisch an die Neunziger Deutschrap-Fraktion Blumentopf. Ab der Hälfte wird die Nummer durch ein komisches Fake-Interview mit Wes Borland abgelöst.

‘Goodbye’

Ein radiofreundlicher Pop-Titel, leider ohne die anfänglichen energiegeladen Riffs. Limp Bizkit verabschieden sich sanft. Dennoch: STILL SUCKS streckt selbstbewusst den Mittelfinger aus. Die Band weiß, welchen Stellenwert sie haben. Wer sie früher nicht mochte, den wird auch das neue Werk nicht abholen. Für alle Fans ist es die beste Platte seit RESULTS MAY VARY (2003!).

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