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Steel Panther spielen drei brechend volle Konzerte

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Wir alle vermissen Live-Konzerte. So nett gestreamte Shows unserer Lieblingsbands sind, können sie doch das echte Konzerterlebnis letztlich nicht ersetzen. Doch angesichts der weiterhin andauernden Corona-Pandemie mit anhaltend hohen Fallzahlen schreibt der gesunde Menschenverstand vor: Konzerte können momentan nicht stattfinden. Das gilt eigentlich auch für USA – doch die Glam-Metaller von Steel Panther sind da offensichtlich anderer Meinung.

Einem Bericht von „Metal Sucks“ zufolge haben Sänger Michael Starr, Gitarrist Satchel, Bassist Lexxi Foxx und Schlagzeuger Stix Zadinia zuletzt drei brechend volle Shows in Florida gespielt. Und als ob das noch nicht schlimm genug ist, wurden bei den Gastspielen in Orlando, St. Petersburg und Fort Myers am 17., 18. und 19. Dezember nicht darauf geachtet, dass die Besucher Masken tragen und Abstand zueinander einhalten. All das ist auf Fotos und Fan-Videos in den sozialen Medien zu sehen (siehe unten). Die veranstaltenden Clubs haben zwar offenbar vorgeschrieben, dass eine Maske aufzusetzen und die soziale Distanz zu wahren ist. Doch daran gehalten hat sich augenscheinlich niemand.

Im falschen Film

Doch damit nicht genug: Ein Blick auf Setlist.fm verrät, dass Steel Panther zuletzt offenbar noch zahlreiche weitere Gigs gespielt haben. Unter anderem am 28. November in Kansas, am 20. November in Nashville sowie am 24. Oktober in Oklahoma City. Da fragt man sich schon: Haben es die Verantwortlichen in den Vereinigten Staaten von Amerika tatsächlich klammheimlich geschafft, der Pandemie den Gar aus zu machen – entgegen den täglichen Meldungen aus den Nachrichten? Und: In welcher Parallelwelt leben die Band, die Veranstalter und die Clubs eigentlich?

Konzerte in diesen Zeiten zu geben ist absolut unverantwortlich. Dazu gibt es keine zwei Meinungen. Natürlich brechen Steel Panther wie allen anderen Bands auch die Einnahmen durch Live-Shows weg. Allerdings rechtfertigt dies nicht, so ein hohes Risiko einzugehen. Denn bei diesen Gastspielen wird sich COVID-19 garantiert verbreitet haben. Und das heißt wiederum: Wer ein Konzert spielt, nimmt dies in Kauf. Und nimmt in Kauf, dass Besucher an Corona erkranken – und sterben. Insofern befindet sich das Quartett derzeit in akuter Erklärungsnot.

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