Gestern informierten Tailgunner ihre Fans selbst über Anschuldigungen gegen Band-Gründer und Bassist Thomas Hewson. Die britischen Heavy-Metaller führten zwar nicht an, was Hewson konkret vorgeworfen wird, jedoch kursieren im Internet Gerüchte. Laut Primetimer gibt es Mutmaßungen hinsichtlich sexueller Gewalt und Vergewaltigung einer Ersatzgitarristin. Weiter hatte es bereits den Eindruck, dass Gitarristin Rhea Thompson der Band jüngst den Rücken gekehrt hat. Dies bestätigt die 22-Jährige nun in einem ausführlichen Statement.
Unfeiner Move
„Ich möchte sicherstellen, dass meine Sicht der Dinge gehört wird, und die aktuelle Situation rund um Tailgunner richtigstellen“, beginnt Thompson ihre Erläuterugen. „Ich werde nicht auf Einzelheiten bezüglich der erhobenen Vorwürfe eingehen; ich bestätige jedoch, dass ich – aufgrund moralischer und ethischer Bedenken – nicht mehr für Tailgunner spiele. Dies ist eine Entscheidung, die ich niemals hätte treffen müssen, aber letztlich als notwendig erachtete.
Mir ist bewusst, dass manche Leute bereits von meinem Ausstieg wussten, bevor die Band eine öffentliche Stellungnahme veröffentlichte. Ich habe zudem Spekulationen und Fragen zu den Umständen meines Ausstiegs wahrgenommen — und genau diese möchte ich nun aufklären und thematisieren. Noch bevor Tailgunner eine öffentliche Mitteilung posteten, erfuhr ich — zunächst über die Social Media-Aktivitäten der Band und später durch Mundpropaganda —, dass ich für die anstehenden Sommerkonzerte ersetzt worden war.
Konsequente Entscheidung
Dies wurde mir von den anderen Band-Mitgliedern zu keinem Zeitpunkt direkt mitgeteilt. Erst, nachdem zahlreiche meiner Kontaktversuche ignoriert worden waren, habe ich selbst ein Telefonat initiiert, um zu klären, was eigentlich vor sich ging. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch gar keinen formellen Rücktritt erklärt, sondern lediglich zum Ausdruck gebracht, dass ich mich unter den gegebenen Umständen nicht wohl dabei fühle, mit der Band aufzutreten.
Angesichts der darauf folgenden Reaktion wurde mir klar, dass ein vollständiger Rückzug die einzige verbleibende Option war — insbesondere, da bereits Vorkehrungen getroffen worden waren, um die geplanten Konzerte ohne meine Beteiligung durchzuführen. Ich möchte mich bei allen Fans entschuldigen, die sich darauf gefreut hatten, mich gemeinsam mit Tailgunner auf der Bühne zu sehen. Ich bin zutiefst enttäuscht darüber, dass es so weit kommen musste, und bin aufrichtig dankbar für all die Unterstützung, die ich erhalten habe.
Auch wenn ich von der Art und Weise, wie mit dieser Situation umgegangen wurde, maßlos enttäuscht bin, möchte ich dennoch jenen Personen danken, die mir mit Mitgefühl und Unterstützung begegnet sind. Ihr Handeln hat mich daran erinnert, dass es in dieser Branche nach wie vor wahrhaft gute Menschen gibt. Zudem hoffe ich, dass Gespräche wie dieses dazu beitragen können, ein sichereres, respektvolleres und unterstützenderes Umfeld für Frauen in der Musik-Branche zu schaffen.“
—
Bestens informiert über dieses und alle weiteren wichtigen Themen im Metal bleibt ihr außerdem mit unserem Newsletter. Einmal pro Woche flattert euch übersichtlich sortiert ein Update ins Postfach. Einfach anmelden, damit euch auch sicher nichts entgeht.
