Avantasia lebt — neben Mastermind Tobias Sammet — von seinen Gastmusikern. Zahlreiche Metaller und Hard-Rocker sind bereits dem Ruf des gebürtigen Fuldaers gefolgt — darunter Jørn Lande, Michael Kiske (Helloween), Bob Catley (Magnum), Dee Snider (Twisted Sister), Klaus Meine (Scorpions), Tommy Karevik (Kamelot) und Sharon Den Adel (Within Temptation). Im Interview bei Bate Cabeça sollte der Strippenzieher nun erörtern, ob es schon immer seine Absicht war, Musiker aus verschiedenen Ländern zusammenzuführen.
Gemeinsamkeit Musik
„Es war nicht politisch gemeint“, stellt Tobias Sammet klar. „Was ich im Allgemeinen sagen will, ist, dass Heavy Metal und Hard Rock Menschen verbinden. Denn wo auch immer man hingeht, begegnet man Menschen, die wie man selbst sind. Man trifft Leute, die dieselben Werte und dieselbe Liebe für Musik teilen. Es ist egal, ob man in Australien, Kanada, Brasilien, Argentinien, Italien oder Südafrika aufgewachsen ist.
Wir sind uns einfach alle einig darin, dass TURBO von Judas Priest ein großartiges Album ist. Solche Sachen. Wir stimmen darin überein, dass unsere Art von Musik mit KEEPER OF THE SEVEN KEYS: PART I begonnen hat — Punkt, keine Diskussion. Und wir können uns darauf einigen, dass man Helloween nicht mit einem a schreibt, und dass das nichts mit einem Feiertag zu tun hat. Helloween schreibt sich mit e und hat mit deutschem Power Metal zu tun. Darauf kann sich unsere ganze Welt einigen.“
Des Weiteren führt Tobias Sammet aus: „Abgesehen davon, ist es mein Ansatz, die Leute einfach nicht zu spalten und keine Negativität zu verbreiten. Ich will Positivität verbreiten. Meine Musik ist sehr persönliche Musik. Es war schon immer Musik, die vom Herzen eines Außenseiters kam, der ich als gemobbtes Kind war. Und ich denke, ich sprach — ohne es zu beabsichtigen — für Menschen, die genauso fühlen, die sich in der Welt des Mainstream und der Reichen und Schönen nicht zu wohl fühlen.
Nach dem Motto: ‚Ich führe ein Schattendasein und bin wahrscheinlich ein wenig anders als alle anderen. Und mein musikalischer Geschmack ist nicht genau das, was im Radio gespielt wird. Ich bin vielleicht ein bisschen anders, aber habe das Recht, ich selbst zu sein.’ Und damit können sich viele Menschen identifizieren. Das ist ein sehr verbindendes Gefühl, was von Herzen kommt.“
—
Bestens informiert über dieses und alle weiteren wichtigen Themen im Metal bleibt ihr außerdem mit unserem Newsletter. Einmal pro Woche flattert euch übersichtlich sortiert ein Update ins Postfach. Einfach anmelden, damit euch auch sicher nichts entgeht.
