In einem aktuellen Interview mit dem Heavy Stories-Podcast spricht Halestorm-Frontfrau Lzzy Hale offen über ihre Spiritualität und warum sich Halestorm von ihrem christlichen Glauben abgewendet haben. Denn obwohl sie gläubig aufwuchsen und ihre Karriere als christliche Band begannen, änderte sich das früh.
Religiöse Erziehung
Hale erzählt: „Seit ich klein war, gingen wir in die Presbyterianische Kirche. Unsere Eltern wollten uns mit guter Moral erziehen. Das haben wir gemacht, bis kurz nach der Band-Gründung. Wir haben den Geschmack an Religion verloren. Aber nicht den Glauben an eine spirituelle Präsenz und daran, dass es etwas außerhalb unserer Kontrolle gibt.“
Sie erinnert sich: „Ich ging damals auf eine christliche Schule, nachdem wir die Band gegründet hatten. Ich wurde oft zum Rektor gerufen, weil ich unsere Lieder herumzeigte und der Name Jesus nicht oft genug darin vorkam. Wir mussten deswegen viel durchmachen. Die anderen Kinder waren schon schlimm genug, aber die Erwachsenen gingen uns damit wirklich auf die Nerven.
Erleuchtung
Als ich anfing, die Heuchelei der Religion zu erkennen, die will, dass man den zehn Geboten folgt, machte es bei mir Klick. Es gibt mehr als das, was wir Menschen unter Religion verstehen. Deswegen haben wir damit aufgehört. Trotzdem gab es noch Kirchenkonzerte, die nicht bei uns in der Gemeinde stattfanden, weil uns für drei Lieder ein Mittagessen und 50 Dollar geboten wurden. Wir waren nicht mehr Teil dieser Gemeinschaft, aber sie verfolgte uns noch eine Weile“, erklärt die Sängerin.
Der Religion den Rücken zu kehren, hatte Konsequenzen, die Hale jedoch gut meistern konnte: „Wir entfernten uns aus bestimmten Kreisen und verloren dadurch manche Freunde. Aber aus irgendeinem Grund war uns die Magie der Musik wichtig. Das hat mich Gott wahrscheinlich näher gebracht, als ich es in der Kirche jemals war.
Das war eine Sache, die wir unbedingt durchziehen mussten, weil ich dadurch mehr gelernt habe, als ich es in einer Bibelstunde je könnte. Ich wollte diesen Kaninchenbau unbedingt erkunden und schauen, wohin er mich führt“, erzählt sie.
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