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Long Distance Calling The Flood Inside

Rock, Superball/EMI 8 Songs / 55:23 Min. / 01.03.2013

7.0/ 7
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Foto: METAL HAMMER

Musik heutzutage? Schmutz allerorten. Der Konsument wird mit Klängen überflutet, doch was davon bleibt haften, was bewegt ihn wirklich? Mittelmaß regiert – wenn es nicht sogar regelmäßig unterschritten wird. Dem setzen Münsters Finest jetzt einen echten Monolithen entgegen. Vordergründig mag das Auffälligste an THE FLOOD INSIDE sein, dass sich Neuzugang Martin „Marsen“ Fischer als das fehlende, singende Puzzlestück im Band-Kosmos entpuppt.

Nur noch zur Hälfte „verstecken“ sich Long Distance Calling in ihrem ohnehin faszinierenden, instrumentalen Kokon. Der Clou ist aber, dass es Fischer bei seinen vokalen Auftritten tatsächlich schafft, den gleichbleibend komplex-proggigen Kompositionen musikalisch noch eine weitere Dimension zu verleihen, die in ganz großen und unerwartet eingängigen Rock-Hymnen resultiert. Musste man sich die bisherigen Platten durchaus erarbeiten, krachen potenzielle Klassiker wie ‘Tell The End’ (mit unfassbar fettem Chorus) oder der Titel-Track dank Gesang sofort durch das Gebälk.

Und die 50 Prozent Instrumental-Songs wirken sogar noch resoluter als bisher. Opfert die Band dadurch nicht ihr Alleinstellungsmerkmal? Drauf geschissen, denn dieser Schritt war der einzig logische und richtige. Ungeplant massenkompatibel, künstlerisch integer bis an die Wand, und musikalisch wirksames Antidot gegen den Schmutz – ein ANGEL DUST für die Zwanzig-Zehner.

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