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Avantasia The Mystery Of Time

Hard Rock, Nuclear Blast/Warner 10 Songs / 61:57 Min. / VÖ: 29.3.

5.0/ 7
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Foto: METAL HAMMER

So recht konnte ohnehin niemand daran glauben, dass Tobias Sammet sein Projekt Avantasia mit dem Doppelalbum THE WICKED SYMPHONY/ANGEL OF BABYLON zu Grabe tragen würde. Das wäre auch zu schade, aber doch ein würdevoller Abgang gewesen. Der neueste Konzeptstreich THE MYSTERY OF TIME reicht aber leider nicht ganz an seine Vorgänger heran.

Dabei hat das Album alles, was Fans an Avantasia lieben: glorreiche Ohrwurmmelodien an der Grenze zum Schlager (gleich im Opener ‘Spectres’), klassischen Helloween-Metal (‘The Watchmakers’ Dream’), heftige Hard-Rocker (‘Invoke The Machine’), Musical-Feeling (‘Dweller In A Dream’, ‘The Great Mystery’) und Michael Kiske. Aber vielleicht krankt es genau daran: So ziemlich alles auf THE MYSTERY OF TIME ist bei anderen Avantasia-Alben schon fesselnder vorhanden gewesen. Die Überraschung fehlt, und die Magie ist nicht so allgegenwärtig wie auf THE SCARECROW. Die Gastmusiker sind „nur“ solide, und das Orchester taugt allenfalls als nettes Beiwerk.

Das klingt nun sehr vernichtend – ist es aber bei Weitem nicht. Melodic Metal- und Hard Rock-Fans im Allgemeinen und Avantasia-Anhänger im Speziellen werden mit THE MYSTERY OF TIME eine wunderbare, bezaubernde Zeit erleben. Aber das Zünglein an der Waage, das die THE METAL OPERA- und SCARECROW-Alben zu echtem Suchtstoff gemacht haben, fehlt. Wer weiß, vielleicht sorgt die THE MYSTERY OF TIME-Fortsetzung für den vermissten Aha-Effekt…?


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