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Subway To Sally

Kreuzfeuer

Folk
12 Songs / VÖ: 27.03.2009 - Nuclear Blast / Warner

Subway To Sally - Nuclear Blast Foto: Warner Subway To Sally - Nuclear Blast Es gibt eine Menge Bands, denen ihr prägnanter Stil irgendwann zum Fluch gerät, dann nämlich, wenn er sich auf mehr oder weniger einen Song reduzieren lässt. Bei Subway To Sally ist es eher der Sound, der prägt, und zum Fluch ist er nie geraten, seit sie schon früh und konsequent die Mittelalter-Rock-Klischees, die sie einst selbst geprägt hatten, aufbrachen.

Heraus kamen einige Alben, die den Fans auf die eine oder andere Art und Weise aufstießen: ENGELSKRIEGER etwa mit seiner puristisch modernen Ausrichtung, oder NORD NORD OST, auf dem Gitarrist Ingo Hampf der Band im Alleingang eine Riff-Radikalkur verordnete. Die Früchte dieser Unterfangen werden jetzt sichtbar.



So souverän wie noch nie loten die Potsdamer das ganze emotionale Spektrum ihrer Musik aus, bieten fette Rocker (‘Judaskuss’), betörende Balladen (‘So fern, so nah’), hemmungslosen Bombast (ich sehe schon die Pyros bei ‘Vater’ vor meinem inneren Auge) und dezent mittelalterlich angehauchtes Singer/Songwriter-Material (‘Krähenkönig’).



Nur die Tröten-und-Trinkhörner-Fraktion setzt KREUZFEUER auf Diät, aber auch das passt ins Konzept. Denn auf ihre mannigfaltig im Live-Programm etablierten Gassenhauer wollen und sollen sich Subway To Sally eben nicht reduzieren lassen – stattdessen zeigen sie, wie sich auch Drehleier und Trumscheit in farbenfrohe, moderne Arrangements integrieren lassen, und bezaubern immer wieder mit exotisch-orientalischen Einsprengseln. Herausgekommen ist wirklich großes Kino.



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