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Powerwolf Blood Of The Saints

Metal Blade/Sony 11 Songs / 41:46 Min. / 01.08.2011

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Foto: Metal Blade

„Damned in the night, sanctified with dynamite.“ Was man zunächst als geistigen Schmalsinn à la „Ich bin das tighte Reimemonster“ abtun könnte, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als maßgeblicher Bestandteil der CI der deutschen Vorzeige-Metaller Powerwolf. Den gefährlichsten Söhnen der Republik gelingt erneut ein Schlag ins Kontor der Kritiker, die immer noch meinen, dass die Band nur dank lyrischem Mummenschanz und „geliehenen“ Riffs  bestehen könnte.

Sicherlich: Powerwolf lassen ihre musikalischen Einflüsse immer offen durchblicken, und wenn man gut hinhört, erkennt das geschulte Ohr sehr schnell Riffzitate von Größen wie Iron Maiden, Judas Priest oder Accept. Aber wie kann man den Wölfen einen Vorwurf machen, wenn daraus hervorragendes Songwriting entsteht? Generell setzen Powerwolf wieder auf die songschreiberische Erfolgsformel der begnadeten Vorgängeralben LUPUS DEI (2007) und BIBLE OF THE BEAST (2009). Und sie sind sogar so kühn und zitieren sich selbst: ‘Dead Boys Don’t Cry’ beispielsweise erinnert stark an ‘Vampires Don’t Die’ (LUPUS DEI). Egal: Der Vibe ist da, und er ist einfach unvergleichlich. Und dass das Quartett mit der sagenumwobenen Vita sich von Album zu Album eine größere Fanschar erspielt hat, kommt nicht von ungefähr.

Kritikern ist schon lange klar, dass das Quintett eine Ausnahmestellung innehat. Jedoch nur als reine „Feuilleton“-Combo (alleine der Gedanke…) zu vegetieren, das wird und kann ihnen niemals passieren. Wer klassischen Power Metal plus Classic Metal-Zitate liebt, kommt dieser Tage an Powerwolf definitiv nicht vorbei. Alleine die kompositorische Vielseitigkeit ist unvergleichlich. Als geniales Beispiel sei dafür auf BLOOD OF THE SAINTS das hymnenhafte, sensationelle ‘We Drink Your Blood’ genannt, zu dem ein Videoclip abgedreht wurde.  Erinnert das Anfangsriffing noch an In Flames’ Evergreen ‘Only For The Weak’, so weckt die Gesangsmelodie im Chorus schon fast frech Reminiszenzen an ‘Fading Like A Flower (Every Time You Leave)’ von Roxette. Nur härter. Geht mehr? Stellt man sich diesen Song in der Live-Situation vor, dann gibt es kein Halten mehr.

Generell ist es das Gespür für große Hymnen, das die Band auszeichnet und so unverwechselbar macht. Abgerundet wird das glänzende Gesamtpaket von einem sehr starken, transparenten und immer druckvollen Sound. Den bereits erwähnten Vorgänger kann man zwar nicht gänzlich auf die Plätze verweisen, aber Powerwolf regieren nach wie vor fürstlich. Für die Die-Hard-Wolfsjünger hält der Markt eine Special Edition inklusive Bonus-CD mit Orchesterversionen von Powerwolf-Stücken parat. Aber wer braucht schon Bratsche und Fagott? Heavy in the morning, metal in the night…

Das zugehörige Heft kann einzeln und innerhalb von Deutschland portofrei für 4,90 Euro per Post bestellt werden. Einfach eine Mail mit dem Betreff „Einzelheft Metal Hammer 08/11“ an einzelheft@metal-hammer.de schicken.

Generell können natürlich alle Hefte auch einzeln nachbestellt werden – alle Infos dazu findet ihr unter www.metal-hammer.de/einzelheft.

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