Ursprünglich sollte das neue Studioalbum von Anthrax — der erste Longplayer der US-Thrash-Legende seit dem vor zehn Jahren erschienenen FOR ALL KINGS — im Mai 2026 rauskommen. Doch daraus wird nichts, wie Schlagzeuger Charlie Benante im Interview beim Everblack-Podcast ausgeplaudert hat. Aktuell peilt das Quintett eine Veröffentlichung im September an, welche hier in Europa von Nuclear Blast gestemmt wird.
Kleine Verzögerung
„Die Platte kommt nicht im Mai heraus“, stellt Benante, der bekanntlich auch bei Pantera die Felle verdrischt, klar. „Wir veröffentlichen unseren ersten Song und das zugehörige Video im Mai. Das Album erscheint nicht vor September. Wir haben es ein bisschen nach hinten verschoben, weil wir einfach ein paar andere Dinge daran machen mussten. Und dann mussten wir natürlich einen Release-Termin festlegen. Also wurde es auf September verschoben.“
Darüber hinaus bestätigt Charlie, dass Anthrax während ihren jüngsten Konzerten bereits ein neues Lied angespielt haben: „Wir spielen ein kleines Stück aus einem der Tracks. Auf der kürzlich stattgefundenen Tournee durch Kanada haben wir es gespielt. Aber ich könnte mir vorstellen, dass wir das für unsere Freunde in Australien [wo die Gruppe Ende März vier Live-Shows gibt — Anm.d.A.] ein wenig ausweiten und vielleicht ein bisschen mehr spielen. Denn für mich ist es so schwer geworden, es zurückzuhalten, weil ich so begeistert davon bin. Ich bin so glücklich über die Scheibe, sie ist echt gut.“
Des Weiteren unterstreicht Benante, dass Anthrax das Opus ausgiebig live bewerben wollen: „Das Album ist eine sehr wichtige Veröffentlichung für uns. Also werden wir uns natürlich die Zeit nehmen, so viele Konzerte wie möglich zu geben, um diese Platte zu unterstützen. Es ist heute eine andere Zeit. Vor zwanzig Jahren hätten wir anders darüber geredet, wie wir mit dieser Scheibe rausrücken. Doch heutzutage ist es so: Was bedeutet den Leuten ein neuer Longplayer? Ich finde, Musik ist zur Wegwerfware verkommen.
Wenn ich eine weitere Platte machen und mein ganzes Herz reinstecken würde, würde ich wollen, dass die Leute es herbeisehnen, dass sich darauf vorbereiten, es zu hören. Denn es ist nicht so, dass diese Scheibe nur drei oder vier gute Songs hat, und der Rest ist Mist. Jeder Tracks darauf steht für sich selbst.“ Das Mischen sowie Teile der Aufnahmen ging im Studio 606 von Foo Fighters-Chef Dave Grohl im kalifornischen Northridge über die Bühne. Dabei haben Anthrax mal wieder auf Produzent Jay Ruston vertraut, der bereits FOR ALL KINGS (2016) und WORSHIP MUSIC (2011) verantwortete.
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