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Apocalyptica PLAYS METALLICA BY FOUR CELLOS
Selten hat ein Cover-Album, noch dazu ein Debüt, eine Karriere so mächtig ins Rollen gebracht wie PLAYS METALLICA BY FOUR CELLOS von Apocalyptica. Was ursprünglich als Universitätsprojekt anfängt, katapultiert die Finnen auf die großen Bühnen der Rock- und Metal-Welt. Eicca Toppinen, Paavo Lötjönen, Max Lilja und Antero Manninen lernen sich 1993 an der renommierten Sibelius Akademie der Künste in Helsinki kennen und fangen dort an, die metallischen Songs ihrer Idole für das Cello umzumodeln. Mit ihrem ungewöhnlichen Konzept wecken sie das Interesse der lokalen Musikszene und können wenige Jahre später ihr erstes Album aufnehmen. Damit landen sie einen Volltreffer und spielen sich headbangend in das Vorprogramm von Metallica selbst.
Einerseits wirken die Cover ohne ein krachendes Schlagzeug und die gewohnte Wucht des Thrash Metal seltsam reduziert. Andererseits fügt das komplexe Zusammenspiel der Celli der Musik eine unvergleichliche Tiefe hinzu, die bis heute für Begeisterung sorgt. 2024 veröffentlichen Apocalyptica eine Fortsetzung ihres Debütalbums. Für PLAYS METALLICA, VOL. 2 bekommen die Cellisten sogar Unterstützung von den Thrashern höchstpersönlich: Bassist Rob Trujillo trägt unter anderem einen Teil zu ‘The Four Horsemen’ bei, und Frontmann James Hetfield spricht eine herzzerreißende Passage in ‘One’. (Helen Lindenmann)

Nevermore THE POLITICS OF ECSTASY
Auf ihrem zweiten Longplayer deutet die Gruppe aus Seattle an, wozu sie später noch in der Lage sein wird. Kam das Debüt von 1995 (das zudem stark im damaligen Power Metal verwurzelt war) noch zugleich ungehobelter sowie geradliniger daher, birgt THE POLITICS OF ECSTASY waschechten Prog Metal – welcher mit unheimlichen Punch und Feuer beeindruckt.
Nach der aus demselben Jahr stammenden IN MEMORY-EP ist diese Platte das einzige Studioalbum, auf dem der spätere Cannibal Corpse-Gitarrist Pat O’Brien zusammen mit Jeff Loomis für die Gitarrenwucht sorgt, während Warrel Dane den Hörer mit seinen einzigartigen Gesangslinien bezirzt. (Lothar Gerber)

Danzig DANZIG 5: BLACKACIDEVIL
Das erste Album ohne Klangguru Rick Rubin als kompositorische Kontrollinstanz sieht Glenn Danzig, nun auch als Mischpultmeister, mit Stimmverzerrer und Büchsen-Beats dem grassierenden Industrial-Experimentierwillen verfallen.
Dass Alice In Chains’ Jerry Cantrell in drei Songs (darunter der eigentlich für Johnny Cash geschriebene Lichtblick ‘Come To Silver’ sowie die textlich modifizierte, fragwürdige Neuinterpretation eines Black Sabbath-Klassikers, hier als ‘Hand Of Doom: Version’ geführt) die Gitarre beisteuert, fällt kaum hörbar ins Gewicht. Schlimmer noch: Anstatt des bösen Elvis gibt Danzig im Closer-Klon ‘Sacrifice’ lieber den Schmalspur-Trent Reznor. (Frank Thießies)

Edge Of Sanity CRIMSON
Noch heute gilt CRIMSON als eines der besten Werke von Edge Of Sanity. Die Platte besteht nur aus dem Titellied, das sich über ganze 40 Minuten zieht. Es erzählt eine Geschichte über die Menschheit kurz vor dem Aussterben. Opeth-Mastermind Mikael Åkerfeldt trägt als Gastmusiker neben Gitarren-Parts auch rasende Screams bei.
Er unterstützt damit Edge Of Sanity-Frontmann Dan Swanö, der selbst von bitterbösen Growls zu warmem Klargesang wechselt. Musikalisch bewegen sich die Schweden zwischen stürmischem Death Metal, Black Metal-Elementen und ausgeklügelten Progressive-Passagen, die das Epos erst richtig spannend machen. (Helen Lindenmann)

Arch Enemy BLACK EARTH
Obgleich Alissa White-Gluz nicht mehr Teil der Band ist, sind Arch Enemy heute ohne eine Frau an der Spitze kaum vorstellbar. Angefangen hat die Band jedoch mit Johan Liiva am Mikrofon. Mit diesem sowie seinem Bruder Christopher Amott (Gitarre) gründet Gitarrist Michael Amott 1996 Arch Enemy. Daniel Erlandsson (Schlagzeug) wird erst später offiziell in die Formation aufgenommen.
Gemeinsam nehmen sie ihr Debüt BLACK EARTH auf, das zunächst neben Schweden auch in Japan erste Erfolge verbucht. Dank Liivas Gesang gehen Arch Enemy damals noch ruppiger zu Werke, legen aber schon den Grundstein für ihren melodischen Death Metal-Klang. (Helen Lindenmann)
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