Das komplette Interview mit Tom Hunting findet ihr in der METAL HAMMER-Aprilausgabe 2026, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!
METAL HAMMER: Wie hat die Bay Area den Charakter der Musik beeinflusst?
Tom Hunting: Die Fans waren damals sehr offen gegenüber neuen Einflüssen, sie haben uns in dieser Richtung definitiv bestärkt. Bei unseren Konzerten kamen Metaller, Punks und Skater zusammen. Die Begeisterung kam dadurch zustande, dass wir alle das Gefühl hatten, Teil von etwas ganz Neuem zu sein. Zuerst schauten wir uns Bands in irgendwelchen Clubs an, danach gab es irgendwo immer eine Haus-Party mit viel Alkohol. Drogen waren damals eigentlich noch kein Thema. Wir waren Teenager, die Spaß haben wollten.
MH: Was machte eure Szene damals so speziell?
TH: Los Angeles hatte mit Slayer eine Killer-Band am Start, anfangs wohnten ja auch Metallica noch dort. Bei uns spielten Mixtapes und das Tauschen untereinander bei der Entwicklung der Szene eine große Rolle. Gary und ich hingen regelmäßig in einem Plattenladen herum, in dem es auch Poster gab. Jeden Tag habe ich dort mein Geld in eine Single investiert. Mit Rasenmähen verdiente ich dann mehr und konnte mir meine erste eigene LP kaufen, 2112 (1976) von Rush.
Hirn benutzen
Dazu kamen natürlich die lokalen Radiostationen: KALX Berkeley, kurz CalX genannt, KUSF oder der Piratensender Rampage Radio. Ich erinnere mich daran, dass wir oft bei DJs auf dem Fußboden übernachtet haben, unter anderem in Chicago oder Kanada. Zu der Zeit musste man sich echt noch bemühen, um an neue Musik zu kommen. Ich vermisse diese Zeiten. Damals musste man auch noch eine Karte aufklappen und sein Hirn benutzen, um einen Ort zu finden. (lacht)
MH: Mit welcher Musik bist du zuvor aufgewachsen?
TH: Meine Mutter hörte alles aus den Sechziger Jahren: Santana, Blood, Sweat & Tears, Creedence Clearwater Revival. Die erste Vinylscheibe, die ich in den eigenen Händen hielt, war MAD DOGS & ENGLISHMEN (1970) von Joe Cocker. Diese Platten erzählten mit ihrem Artwork so viele Geschichten. Ich bin froh, dass dieses Format ein Revival gefeiert hat, wenngleich ich zugeben muss, dass eine CD immer besser klingt. Das lässt sich nicht leugnen. Um mit Vinyl auf dieses Niveau zu kommen, braucht man eine richtig fette Anlage. Damals dachten die Leute, die CD wäre das Ende der Musik, dann kamen Napster, Spotify et cetera. Diese Entwicklung tangierte uns aber nie besonders. Exodus sind eine Metal-Band. Wir mussten schon immer touren, um etwas zu verdienen.
MH: Warst du enttäuscht, als Kirk Hammett 1983 zu Metallica wechselte?
TH: Nein, überhaupt nicht. Ich habe mich damals sogar sehr für ihn gefreut. Es stellte sich im Nachhinein auch als ziemlich guter Karriereschritt heraus. (lacht) Wir sind noch immer gute Freunde, ich liebe Kirk und kann ihm nie etwas übelnehmen.
Ob Thrash Metal auch in einem anderen Jahrzehnt hätte entstehen können, welche Missverständnisse es heutzutage noch gibt und wie wichtig Exodus für die Entstehung des Thrash Metal waren, lest ihr in der METAL HAMMER-Aprilausgabe 2026, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!
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