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Dimmu Borgir: Die Hörprobe von EONIAN

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Fast acht Jahre lang hat es gedauert, bis Dimmu Borgir mit EONIAN endlich einen Nachfolger ihres orchestralen letzten Albums ABRAHADABRA ankündigen. METAL HAMMER stapfte exklusiv mit den Band-Köpfen Shagrath und Silenoz durch die norwegische Winterlandschaft, um einen ersten Eindruck vom Comeback-Werk zu erhalten.

Die Hörprobe: EONIAN

VÖ: 4. Mai

The Unveiling
Die laut Silenoz „untypische Eröffnung“ vermischt harte Industrial-Elektronik und klassische Dimmu-Schwärze mit einem Hauch nordischer Melancholie sowie bombastische Chöre der Sorte ABRAHADABRA zu einem gleichzeitig vertrauten aber auch unerwartet frischen Sound-Gebräu.

Interdimensional Summit
Dieser Song, von Shagrath als erste Single angekündigt, schaffte es erst durch drastische Kürzung und Überarbeitung auf das Album, wie Silenoz erklärt. Das Tempo zieht an, schrille Streicher, krachende Gitarren und Chöre wechseln sich mit epischen ENTHRONE DARKNESS TRIUMPHANT-Melodien ab.

ÆTheric
Nach rasantem Einstieg und Saiten­salven geht das Stück breitbeinig in Shagraths krächzenden Erzähl­gesang über. Wuchtige Chöre und opulente Melodielinien verwischen Refrain und Übergänge. Simple Keyboard-Tupfer, Pauken und sogar ein „Musical“-Moment sorgen für reichlich Abwechslung.

Council Of Wolves And Snakes
Die von Shagrath und Silenoz als „experimentell“ bezeichnete Nummer schwillt langsam an, sprintet dann aber unter Wolfsgeheul los. Sprechgesang, Krächzen, die obligatorischen Chöre und sogar ein Joik von Gastsänger Mikkel Gaup werden in einen rasselnden Headbanger mit diversen Tempowechseln integriert.

The Empyrean Phoenix
Schwarzes Gitarrenflimmern, Rabengesänge und Doppelbassattacken belegen Shagraths Einschätzung, dass dieses Stück als eine Art Hommage an den frühen norwegischen Black Metal verstanden werden kann. Ein Zwischenspiel mit fetten Chören, Streichern und Keyboard-Klingeln sorgt für die Dimmu-Duftmarke.

Lightbringer
Das spontane Ergebnis einer Jamsession, wie Silenoz verrät, verbindet die Aggression von thrashigem Black’n’Roll mit einem ‘Popcorn’-artigen Keyboard-Klimpern, monumentalen Chören und ausschweifenden Instrumental-Passagen. Der Tasten-Sound zieht sich Shagrath zufolge als roter Faden durch das Album.

I Am Sovereign
An Emperor erinnernde Erhabenheit und Riff-Kaskaden treffen auf Dimmu Borgirs melodischen Willen. Klassik prallt auf Romantik, Shagraths böses Zischen auf einen großen Männerchor, der bei den Aufnahmen viel Mühe gekostet hat, weil sich die Frauenstimmen immer wieder in den Vordergrund drängten.

Archaic Correspondence
Harsch und schwarz machen die Bratgitarren auf Alte Schule. Im Mittelteil hält der Song für einen ausgedehnten Industrial-Moment mit Sprechgesang und „Seigmen-Klarstimme“ inne. Auch hier wieder Chöre und uriges Keyboard-Läuten. Laut Silenoz flott komponiert und eines der ersten fertigen Stücke.

Alpha Aeon Omega
Auf dunkle Streicher und filmreife Keyboards mit Choruntermalung folgt eine schwarze Eruption. Unter dem harschen Rasseln schwebt eine epische Melodie. Shagrath trifft den Nagel auf den Kopf, indem er die Atmosphäre mit „sehr 1995“ beschreibt. Kehliges Krächzen steht im Kontrast zu schönen Chorstimmen.

Rite Of Passage
Das große Finale erzeugt Kopfkino, was auch am von Shagrath diagnostizierten anfänglichen „Stephen King-Motiv“ liegen könnte. Das Keyboard darf spielen und mehr als nur Tupfer setzen, und die Chöre ordnen sich als Lautmalerei unter. Die Gitarren schmeicheln dem schönen Instrumental meist semiakustisch.

Fazit: Das Comeback der Norweger wirkt im ersten Eindruck trotz Unwucht durch exzessiven Choreinsatz weit­­gehend gelungen und rund. Dimmu ­Borgir machen es sich keineswegs einfach, sondern kombinieren nor­dischen Old School-Sound mit neuen, spannenden Ideen. Detailreichtum und zahlreiche Wendungen erfor­dern jedoch intensives und mehr­maliges Hinhören, damit sich die musikalische Pracht entfalten kann.

Den kompletten Bericht aus dem Studio findet ihr in unserer aktuellen METAL HAMMER-Aprilausgabe!

(c) Per Heimly
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