Evergrey: Porträt aus Göteborg

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Eine Station auf der Fährte von A HEARTLESS PORTRAIT (THE ORPHEAN TESTAMENT) heißt Rockbaren, zu Deutsch: „die Rock-Bar“. Dieser Göteborger Szenetreff füllt sich im Lauf des Abends mit immer mehr Besuchern, von denen keiner eine Maske trägt, was selbst einigen Band-Mitgliedern, immerhin selbst Einheimische, nicht ganz geheuer erscheint – aber man geht eben mit der Menge.

Ein paar Bier später sind auch die Zungen lockerer. So entspinnt sich ein interessantes Gespräch um den zeitweiligen Ausstieg von Henrik zwischen den Jahren 2010 und 2014. „Ich musste damals aufhören, denn es machte mir keinen Spaß mehr, und meine Unlust wirkte sich negativ auf die anderen aus“, erläutert der Gitarrist. „Mir war klar geworden, dass sonst unsere Freundschaft kaputtgegangen wäre, und die war mir wichtiger.“ Auch Tom stößt in das gleiche Horn und vermutet, dass es Evergrey heute nicht mehr geben würde, wenn Henrik und Jonas nicht ausgestiegen wären.

Gesprächsbedarf?

Allerdings führte das Fehlen der Freunde ebenso fast zur Auflösung der Band, was nicht einmal allen Beteiligten klar war. „Ich hatte nach den Aufnahmen zu GLORIOUS COLLISION eigentlich schon mit Evergrey abgeschlossen“, spricht Tom Klartext, was Rikard einige lange Sekunden sprachlos macht, in denen die Überraschung über diese Aussage quer über sein Gesicht geschrieben ist. „Das hast du uns so nie gesagt“, entgegnet der Keyboarder ein wenig geschockt und auch leicht vorwurfsvoll.

„Doch, das habe ich euch am Ende der Premierenfeier mitgeteilt“, entgegnet der Angesprochene, was Rikard den geseufzten Satz „Aber das hat auf der Party doch keiner von uns ernst genommen“ entringt. Scheinbar besteht noch etwas Gesprächsbedarf bei Evergrey. Dabei waren es die offenen und ehrlichen Diskussionen der als Menschen gereiften Musiker sowie ein Zufall, dass die Band gerettet wurde – worin sich alle einig sind. Es standen noch zwei Konzerte auf dem Plan, und nicht alle damaligen Mitglieder konnten an den Terminen. Henrik erklärte sich bereit, einzuspringen, und stellte dabei fest, dass er wieder Freude daran hatte, mit Evergrey auf der Bühne zu stehen.

Im Reinen

Die Chemie stimmte plötzlich wieder. Henrik und Jonas kehrten zurück. Und auch Tom fühlte sich, als ob seine innere Batterie frisch aufgeladen worden wäre. Dass die Band und speziell der Sänger mit ihren Gefühlen im Reinen sind, spiegelt sich auch in seinen aktuellen Texten wider. „Die Lyrik von Evergrey handelt nicht von Drachen und Schwertern oder Politik“, betont Tom. „Es geht um Gefühle, die mich während des Schreibens bewegen.“ Auf dem aktuellen Album reflektiert er eigener Aussage zufolge viel über seine Vergangenheit, worauf sich das „Portrait“ im Titel bezieht.

„Das ‚Herzlose‘ bezieht sich darauf, dass ich beim Schreiben nicht immer genug darauf geachtet habe, andere Menschen nicht zu verletzen“, ergänzt der Sänger selbstkritisch. „Als ich beispielsweise über den Alkoholismus meines Vaters schrieb, habe ich leider keinen Gedanken darauf verschwendet, was das bei meinen Schwestern auslösen könnte.“

Wie sich die Aufnahmen in einem echten Theater gestalteten und warum Gitarrist Henrik Danhage keine Riffs zu A HEARTLESS PORTRAIT (THE ORPHEAN TESTAMENT) beigetragen hat, lest ihr im kompletten Interview in der METAL HAMMER-Juniausgabe 2022.

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Kirk Hammett verneigt sich vor Apocalyptica

Das komplette Interview mit Kirk Hammett findet ihr in der METAL HAMMER-Juniausgabe 2022, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo! Als erstes aktives METALLICA-Mitglied veröffentlicht Kirk Hammett ein Solowerk unter dem eigenen Namen. METAL HAMMER: Eine interessante Rückkopplung ergibt sich bei ‘The Jinn’: Durch das Cello fühlt man sich sofort an Apocalyptica erinnert – die sich wiederum auf Metallica und dich berufen, sodass sich hier ein Kreis schließt. Kam dir dieser Gedanke während der Aufnahme? Kirk Hammett: Das verstehe ich total. Und ich ziehe meinen Hut vor Apocalyptica. Denn…
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