Nightwish-Frontfrau Floor Jansen hat zuletzt mit ‘Run’ (Video siehe unten) den ersten Vorboten zu ihrem zweiten Soloalbum veröffentlicht. Aus diesem Anlass hat die Ehefrau von Sabaton-Schlagzeuger Hannes Van Dahl während eines YouTube-Livestreams am 10. Juli ein paar von Fans eingesandte Fragen zu dem Track beantwortet. Unter anderem sollte die 45-Jährige dazu Stellung nehmen, wie sich ihr Songwriting nach dem Erscheinen ihres erstes Solowerkes PARAGON (2023) weiterentwickelt hat. Metal-Fans dürften sich über ihre Einschätzung freuen.
Halleluja
„Das ist eine großartige Frage“, befindet Floor Jansen, „denn ich habe wirklich das Gefühl, dass es durch meine Zeit bei Nightwish – und nachdem ich einige Jahre lang keine eigene Musik gemacht hatte – lange gedauert hat, bis ich vor PARAGON wieder das Gefühl hatte, auch eine Songwriterin zu sein. Ich hatte den Eindruck, dass sich meine stimmlichen Fähigkeiten weiterentwickelt hatten, während mein Songwriting gewissermaßen in der Vergangenheit stehen geblieben war.
Bei diesem Album hatte ich zudem den Anspruch, eine andere Art von Musik zu erschaffen, und es dauerte eine Weile, bis ich mich da hineingefunden hatte. Nach PARAGON hingegen dachte ich mir: ‚Okay, ich stecke bereits mitten im Songwriting-Prozess. Ich bin schon in diesem kreativen Fluss. Jetzt müssen wir nur noch den nächsten Schritt machen.‘ Das war irgendwie viel einfacher. Auch die erneute Zusammenarbeit mit derselben Person [Liedermacher und Produzent Gordon Groothedde — Anm.d.A.] war entscheidend. Wir sind wirklich zu einem tollen Team zusammengewachsen. Wir brauchen nicht viele Worte, um uns zu verstehen. Oft denken wir das Gleiche.
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Er hat Ideen, die bei mir neue Gedanken auslösen — und umgekehrt. Das war ein wesentlicher Bestandteil dieser Entwicklung. Für mich liegt die Essenz darin, dass die Musik definitiv heavy ist. Ich kehre zu meinen Metal-Wurzeln zurück. Ich kann wieder diese Melancholie einfließen lassen. Aber die Songstruktur ist oft viel kompakter. ‘Run’ zum Beispiel ist ein handlicher, kurzer Song mit einem echten Anfang und einem echten Ende. Das hat für uns beide — für Gordon und mich als Songwriter — einfach Sinn ergeben. Dadurch ist ein wirklich neuer Sound für uns entstanden. Ich freue mich riesig darauf und habe das Gefühl: ‚Okay, genau an diesem Punkt unserer Entwicklung stehen wir jetzt.‘“
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