Backing Tracks bei Live-Auftritten sind oft ein heiß diskutiertes Thema: Die einen lieben sie, die anderen verachten sie. Halestorm-Frontfrau Lzzy Hale verwendet keine Backing Tracks und hat eine ganz eigene Meinung dazu. Als Gast im Mark and Me-Podcast erklärt sie ihren Standpunkt zu dem Live-Hilfsmittel.
Im Moment sein
Sie meint: „Die größte Freude am Live-Spielen ist, dass man im Moment präsent bleiben muss. Man kann sich keine Sorgen darum machen, ob man jetzt eine Note verhauen hat oder irgendwas anderes. Man muss immer im Moment bleiben, was im normalen Leben nur selten der Fall ist.
Ich glaube, dass wir genau deswegen so süchtig danach sind, weil es so aufregend ist, dass einfach alles passieren könnte. Es hängt alles davon ab, dass wir einander zuhören und ob wir uns gut genug vorbereitet haben; Ob wir diesen bestimmten Part können, den wir erst vor ein paar Tagen hinzugefügt haben, oder den seltsamen Part, den wir noch für eine gute Idee gehalten haben. Die Fragen, ob es funktionieren wird und ob es den Leuten gefallen wird: das ist die Schönheit an der Live-Musik“, erklärt Hale.
Wichtige Fehler
„Ich spreche oft darüber, dass wir keine Tracks verwenden, und ich möchte klarstellen, dass ich nicht dagegen bin, dass Leute sie verwenden. Das ist ihr gutes Recht. Aber wenn wir damit anfangen würden, wären Liveshows weniger spannend für mich. Ich würde mir eher Sorgen darum machen, ob wir jetzt richtig tanzen, ob ich gut mime. Außerdem glaube ich, dass ich furchtbar im Lip-Syncen wäre“, lacht sie.
Halestorm-Gitarrist Joe Hottinger wurde kürzlich von Andy Guitar schon beim Download auf das Thema angesprochen und schilderte ebenfalls seine Perspektive: „Für mich sind Konzerte eine Interpretation eines Albums. Es muss nicht exakt so klingen. Wenn man eine Studioaufnahme hören möchte, sollte man eine auflegen. Rock’n’Roll soll ein bisschen gefährlich sein.“
Er führt weiter aus: „Wenn Leute Tracks verwenden wollen, sollen sie das tun. Das ist mir egal. Das ist ihre Business-Entscheidung. Wir haben nur gerne Spaß bei der Sache und ich glaube nicht, dass es Spaß machen würde, ein ewiges Klicken im Ohr zu haben. Wie soll man in den Flow kommen, wenn man immer eine Cowbell im Kopf hat? Es sollen Fehler passieren. Das ist eine Rock-Show. Wir machen bei jedem Konzert Fehler. Das ist großartig!“
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