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Harte Schale, weicher Kern: Das Blackland in Berlin

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Das komplette Interview mit Freddy Gantenberg sowie den Bericht von der Frank Zander-Charity im Blackland findet ihr in der aktuellen METAL HAMMER-Februarausgabe.

METAL HAMMER: Dein Pub ist immer wieder Anlaufpunkt für prominente Gesichter wie etwa Schauspieler Sven Martinek oder Simone und Sophia Thomalla…

Freddy Gantenberg: Ich bin viel unterwegs und kenne tausend Leute. Wie sagt man so schön: Sehen und gesehen werden. Sven Martinek, Simone Thomalla sowie ihre Tochter Sophia sind gute Freunde. Durch sie wiederum entstand der Kontakt zu Till Lindemann. Ich kenne Sophia schon eine ganze Weile, und auch mit Till hat sich über die Zeit eine gute Freundschaft entwickelt.

Du hast kürzlich sogar im Lindemann-Musikvideo zu ‘Mathematik’ mitgespielt.

Er brauchte ungefähr 120 Leute und hatte gerade mal zehn am Start. Innerhalb von einer Woche habe ich noch um die 30 weitere organisiert. Schlussendlich waren dann etwa 70 Personen dabei. Till ist ein wirklich großer Künstler und dennoch so auf dem Teppich geblieben…

Obdachlosen-Charity mit Frank Zander

Du engagierst dich sehr für Frank Zanders Gänseessen zugunsten von Obdachlosen und veranstaltest im Blackland speziell dafür ein Charity-Event, bei dem nicht nur Bands auftreten, sondern auch unter anderem Merchandise versteigert wird.

Ich habe Frank Zander über Sven Martinek kennen­gelernt. So bin ich auf sein Projekt aufmerksam geworden und habe mir gedacht, man könnte doch ein Charity-Event für das Obdachlosenessen veranstalten. Diese 3.000 Leute dort zu sehen, ist schon ein trauriges Bild. Es werden auch immer mehr Kinder… Bei der Versteigerung 2017 hatten wir eine Gitarre dabei, die komplett von Rammstein unterschrieben war, eine Lederjacke von Sophia und viele andere Kleinigkeiten. Der Laden war ausverkauft und wir konnten 9.090 Euro spenden.

Von diesem Erfolg zu einem eher ­­un­an­genehmen Thema: Dem Blackland hängt vor allem durch diverse Aussagen im Internet der Ruf nach, der rechten Szene nicht gänzlich abgeneigt zu sein. Was sagst du dazu?

Ich finde es gut, dass du das ansprichst…

Prüft ihr explizit die Vergangenheit jeder Band, die im Blackland spielt?

Ich glaube nicht, dass man jedes kleinste Detail über eine Band herausfinden kann. Wir hatten einmal eine Gruppe hier, deren Schlagzeuger soll – als er 15 oder 16 war – in irgendeiner streitbaren Combo gespielt haben. Wie und woher soll man das denn wissen? Am Ende kam die Polizei und wir haben das Konzert abgesagt. Ich will mir nicht vorschreiben lassen, wer hier zu spielen hat. Mir geht es um die Musik, nicht um Politik. Die interessiert mich als Rocker einen Scheiß!

„Politik interessiert mich als Rocker einen Scheiß!“

Mein Cousin ist dunkelhäutig, ein Spanier veranstaltet das Open Stage (Veranstaltung im Blackland – Anm.d.A.), unsere Barfrau ist Serbin – ich bin sowas von multikulturell und habe überhaupt nichts gegen Ausländer! Natürlich werfe ich einen Gast raus, wenn er den Hitlergruß zeigt. Da hört der Spaß auf. Aber davon redet natürlich keiner. 2015 hat man mir morgens um vier den Eingang abgebrannt, 2018 gab es einen Farb­anschlag. Aber keiner lässt sich blicken, um über die ganze Sache zu sprechen. Ich wäre dazu bereit. Wir sind ein Musikladen und kein Politbüro. Es kotzt mich an, dass ich mich überhaupt mit so etwas auseinandersetzen muss.

Das komplette Interview mit Freddy Gantenberg sowie den Bericht von der Frank Zander-Charity findet ihr in der aktuellen METAL HAMMER-Februarausgabe.

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Im Pit bei: Kadavar & The Cosmic Riders Of The Black Sun

Heimspiel im Heimathafen Berlin: passender hätten Kadavar ihr Konzert der besonderen Art kaum wählen können. Nachdem die langhaarigen Herren bereits zwei Wochen zuvor das Berliner Publikum im Funkhaus verzückten, folgt kurz darauf bereits ein weiteres Konzertspektakel. Dieses Mal stehen Kadavar jedoch nicht allein auf der Bühne: „Wir haben ein paar Freunde mitgebracht“, verkündet Gitarrist und Sänger Christoph Lindemann. Jede Menge musikalische Unterstützung Ohne eine extra Vorband geht es daher auch los, wobei sich die geplante Anfangszeit um eine halbe Stunde nach hinten verschiebt. Das Trio spielt an diesem Abend unter dem Namen Kadavar & The Cosmic Riders Of The Black Sun.…
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