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Lindsay Schoolcraft nennt Phil Labontes Aussagen „toxisch“

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Zeichnet sich da etwa eine öffentliche Grundsatzdiskussion zwischen Ex-Cradle Of Filth-Keyboarderin Lindsay Schoolcraft und All That Remains-Frontmann Phil Labonte ab? Die kanadische Musikerin hat am 19. Juni mit HARROWING ein neues Album veröffentlicht und hat im Zuge des Releases einige Interviews gegeben. Im Gespräch mit Blabbermouth schießt sie dabei scharf gegen Phil Labonte.

Der böse Feminismus

Doch von vorn. Labonte war vor Kurzem zu Gast im Today’s Boondoggle Podcast. Dort hat der Sänger einige bedenkliche Aussagen getätigt. Seiner Meinung nach „finden sich bei Weitem nicht mehr so ​​viele junge Männer und Frauen zusammen, um sich zu verabreden. Die Generation Z ist die sexuell am wenigsten aktive Generation seit Langem. Gleichzeitig erreichen die Abtreibungszahlen einen historischen Höchststand. All diese Dinge sind direkte Folgen des Feminismus und des massiven Einflusses, den die Linke und feministische Ideen auf die Gesellschaft ausüben.“

Auch könne eine Frau niemals Karriere und Familie unter einen Hut bringen – „man muss sich für das eine oder das andere entscheiden.“ Demnach seien die Frauen schuld daran, dass die Männer sich aus der Gesellschaft zurückziehen, mit Rauschmitteln betäuben oder schließlich Suizid begehen. Dies sei eine „Krise, die für die Gesellschaft von großer Bedeutung ist.“ Eine Therapie sei indes nicht die Lösung.

Weiter führt Labonte nämlich aus: „Die Vorstellung, dass Männer einfach zur Therapie gehen und damit ihre Probleme lösen, ist absurd. Therapie ist eher etwas für Frauen. Männer lösen ihre Probleme nicht durch Reden. Männer lösen Probleme durch Handeln.“ Einzig dies gebe Männern ein Gefühl von Stärke und Selbstvertrauen.

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Heilungsarbeit

Lindsay Schoolcraft, die mit ihrer Musik auch ihrem Kampf mit psychischen Problemen und der Bewältigung narzisstischen Missbrauchs verarbeitet, sieht das anders. Sie sagt: „Ich habe viele männliche Freunde, die eine Therapie machen; sie hat ihnen unglaublich gutgetan und ihr Leben verändert. Denn man kann Heilungsarbeit leisten und anschließend an seiner persönlichen Weiterentwicklung arbeiten.“

Dann wird Schoocraft konkreter: „Menschen – und besonders Männer – davon abzuhalten, eine Therapie zu machen: Das ist eine extrem toxische, männlich geprägte Sichtweise. Letztlich ist es eine Haltung, die dem Patriarchat entspringt. Sie hat der Gesellschaft großen Schaden zugefügt und ist der Grund dafür, dass diese gerade zerbröckelt.“ Ihrer Meinung nach ist Labonte „ein verängstigter kleiner Junge“, der Angst davor hat, was seine „Macho-Kumpels von ihm denken könnten“, sollte er selbst eine Therapie in Anspruch nehmen.


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Heidi Skrobanski schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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