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Manowar: Joey DeMaio feiert heute 65. Geburtstag

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Was wäre der Metal ohne Typen? Im heutigen Fußball wird immer wieder darüber geklagt, dass Charaktertypen fehlen. Kerle, die anecken und und sich auch mal trauen, eine exklusive Meinung zu vertreten, anstatt nur mittels hohlem Phrasengedresche unter dem Medienradar zu fliegen. Gleiches gilt ebenfalls für den Heavy Metal: Ohne Originale wäre unser liebstes Musikgenre nur halb so spannend und unterhaltsam. Ein solches Unikum ist zweifelsohne Joey DeMaio. Der Manowar-Chef ist definitiv streitbar – und feiert heute seinen 65. Geburtstag.

1980 gründete der New Yorker mit italienischen Wurzeln zusammen mit Ross „The Boss“ Friedman die True Metal-Band Manowar. Die beiden lernten sich auf der Black Sabbath-Tour zum Album HEAVEN AND HELL. Joey DeMaio war als Bass- und Pyrotechniker engagiert, Ross The Boss riffte beim Support Act Shakin’ Street. Schnell machte sich das Quartett mit Eric Adams am Mikro und zunächst Donnie Hamzik am Schlagzeug einen Namen in der Szene – hinterließ direkt mit seinem Debüt BATTLE HYMNS einen bleibenden Eindruck.

Genie und Megalomanie

Ende der Achtziger Jahre machten Manowar und Joey DeMaio mit den Alben FIGHTING THE WORLD und KINGS OF METAL noch einmal einen gewaltigen Sprung und zählten endgültig zu den größten Namen im Metal. Dies dürfte ganz nach dem Geschmack des nicht nur bisweilen größenwahnsinnig wirkenden Joey DeMaio gewesen sein. Nach WARRIORS OF THE WORLD (2002) ging es für die True-Metaller sowohl in kreativer als auch kommerzieller Hinsicht leider langsam aber stetig bergab. Fans warfen ihnen wegen diverser Aktionen Selbstüberschätzung und Ausverkauf vor.

Nichtsdestotrotz gehört das protzende Element unweigerlich nur DNS von Manowar. Wer die in Ledermontur auftretenden Musiker schon einmal live gesehen hat, weiß: Irgendwann hält Joey DeMaio eine Rede auf den Metal, auf die Metal-Gemeinschaft und – klar – auf Manowar selbst. Geschenkt. Mit seiner ureigenen Art eckt der Bassist immer wieder an. Unvergessen ist auch ein Interview im METAL HAMMER aus dem Jahr 2012. Dabei konfrontierte ihn Redakteur Anzo Sadoni mit einigen unangenehmen Fragen, so dass dieser mehrfach aus der Haut fuhr und ein paar krude Thesen aufstellte.

„Jeder ist ein Individuum. Jeder hat seine eigene Rolle. Deswegen scheiße ich auf METAL HAMMER“, entfuhr es Joey DeMaio an einer Stelle. „Mir ist egal, wie viel Anzeigenkohle ihr einnehmt. Ich weiß, wie das Spiel gespielt wird. Und du weißt es ebenso. So wird dein Gehalt bezahlt. Meine Musik kommt von Herzen. Und wenn METAL HAMMER seine Arbeit machen und über mich schreiben will, dann soll es so sein! Das heißt nicht, dass du meinen Arsch küssen musst. Genauso wenig bedeutet es, dass du auf mich pissen musst.“

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METAL HAMMER gratuliert an dieser Stelle einer richtigen Type zum Geburtstag. Wir erheben das Glas auf dich, Joey DeMaio! Wir sehen uns Ende März sowie Anfang April auf der Manowar-Abschiedstournee…

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Manowar: Ross The Boss vergleicht DeMaio & sich mit Beatles

Der frühere Manowar-Gitarrist Ross Friedman hat sich und Joey DeMaio mit den Beatles verglichen. Leute hätten das einstige Kompositionsteam der True-Metaller "die Lennon und McCartney des Metal-Songwritings" genannt. Dies gab Ross The Boss im Interview mit Rob Wog zu Protokoll. Des Weiteren plauderte der Musiker über die ikonische Steinzeit-Optik der Gruppe. Sechs Alben in sechs Jahren "Nicht, dass die Alben SIGN OF THE HAMMER [1984] oder INTO GLORY RIDE [1983] Mist waren, aber auf HAIL TO ENGLAND [1984] fingen all diese Manowar-Ideen wirklich an, zusammenzukommen", rekapituliert Ross. "Denn in dieser Session nahmen wir auch das Meiste von SIGN OF THE HAMMER…
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