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Mike Portnoy über Dream Theater-Setlists

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Mike Portnoy möchte die Dream Theater-Setlists aufmischen. Der Schlagzeuger kann sich vorstellen, in der Zukunft wieder für jeden Abend eine neue Song-Liste zusammenzustellen – möchte aber erstmal sehen, wie er sich nach Jahren der Abwesenheit wieder in die Band einfügt.

Mike Portnoy: „Die Setlists waren mein Baby“

In einem Radio-Interview für „Pure Saturation“ wurde er gefragt, ob er künftig wieder für jeden Auftritt der Band eine andere Setlist aufbereiten werde. Nachdem Portnoy 2010 ausgestiegen war, ist er seit Ende Oktober wieder Mitglied bei Dream Theater. Eine Chance also, seinen alten Aufgaben zu frönen. „Früher war das komplett meine Aufgabe und die anderen waren so cool, mir freie Hand zu geben – was auch immer ich mir für die Setlist ausgedacht habe, haben sie mitgemacht“, erinnerte er sich. „Wenn ich gesagt habe, ‚Hey, heute würde ich gerne einen Queen-Song covern‘, haben wir das gemacht. Es gab nie Diskussionen oder Widerstand. Über all die Jahre waren die Setlists und die verrückten, einzigartigen Ideen also mein Baby. Ich habe es wirklich geliebt, das für die Band zu übernehmen, und ich denke, die Fans mochten es auch und haben es wertgeschätzt.“

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Auch Klassiker sind etwas Besonderes

Als Mike Portnoy bei Dream Theater ausstieg, spielten sie größtenteils normale Sets. Ob sich das mit seiner Rückkehr nun ändern würde, konnte der Schlagzeuger nicht sagen. „Ich muss mich erst mal einrichten und schauen, wo wir stehen“, sagte er. „Wir sind älter. Wir haben viel Zeit getrennt verbracht. Ich denke, das wird ein Prozess sein, bis wir in der neuen Aufstellung wieder alle unseren Platz gefunden haben werden.“ Mit Blick in die Zukunft stellte er klar: „Ich hätte kein Problem damit, für eine Weile mit feststehenden Setlists aufzutreten. Das ist lange her für mich, ich war so lange weg, und es wird eine neue Generation von Fans bei den Shows geben, die die Band nie mit mir gesehen hat. Wenn wir also auf unserer nächsten Welttournee eine feste Setlist mit allen Klassikern spielen, wird das für mich trotzdem jede Nacht etwas Besonderes sein.“

Mike Portnoy war am größten Hit von Dream Theater beteiligt:


Grundsätzlich verstehe er jedoch, woher die Frage käme. „Jeden Abend die Setlist zu ändern, war für mich eine Reaktion darauf, immer und immer wieder dieselben Songs zu spielen. Ich will es nicht Langeweile nennen, es ist eher eine gewisse Selbstzufriedenheit“, reflektierte Mike Portnoy. Diese habe er nun nicht, weil er so lange keine Dream Theater-Songs spielte. „Ich habe also Veränderung reingebracht, damit Dream Theater für mich und die Fans frisch bleiben. Nachdem ich 13 Jahre lang weg war, ergibt sich das nun von selbst.“ Dennoch: „Ich denke, die Band will solche Sachen schon wieder in ihre Liveshows einbauen.“

Dream Theater offen für Veränderung

Mike Portnoy fuhr fort zu erzählen, dass das Thema auch intern bereits aufkam. „Sie haben mir gesagt, dass sie es irgendwie vermisst haben und dass sie mir schon gerne wieder die Setlists und die verrückten Live-Ideen überlassen würden“, verriet der Musiker. „Die Daumen sind also gedrückt, dass das auf natürliche Weise passiert und sich bald wieder so einpendelt. Schließlich ist das eine einzigartige Sache, von der ich weiß, dass viele Dream Theater-Fans sie im vergangenen Jahrzehnt vermisst haben.“ Trotzdem zeigte Portnoy Verständnis dafür, dass die Band sich über die Jahre eine Routine erarbeitet hätte, mit der sie glücklich sei. Er wolle ein Teamplayer sein und nicht einfach in das gewohnte Konzept einfallen. Der Respekt stehe für ihn an erster Stelle, doch würde er gefragt, würde er „liebend gern“ die Zügel in die Hand nehmen.

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Dream Theater-Fans können also gespannt sein, was sie von kommenden auftritten der Prog-Könige erwarten können. Inzwischen dürft außerdem die Arbeit an einem neuen Studioalbum begonnen haben. Das Gespräch wurde Ende Januar aufgezeichnet und darin sprach Portnoy davon, „in zwei Wochen“ damit anzufangen.


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