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Moonspell: Siebtwerk MEMORIAL feiert 20. Jubiläum!

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Moonspell veröffentlichten 2006 mit MEMORIAL ein Album, das die portugiesischen Gothic-Metaller nach drei Jahren Funkstille mit voller Wucht zurück ins Spiel brachte. Das Werk markierte ihr siebtes Studioalbum und erschien nach dem Wechsel zum neuen Label SPV. Viele Fans hatten sich gefragt, ob die Band nach dem Jahrtausendwechsel noch mithalten könne. In einer Zeit, in der Sängerinnen im Gothic Metal plötzlich die Charts dominierten und Bands wie Nightwish oder Lacuna Coil an ihnen vorbeizogen, behaupteten manche bösen Zungen sogar, Moonspell hätten ihren Platz an der Spitze des Genres verloren.

Doch MEMORIAL machte unmissverständlich klar, dass diese Band noch lange nicht bereit war, sich abschreiben zu lassen. Moonspell kehrten härter, entschlossener und fokussierter zurück als je zuvor. Das Album klingt wie eine Mission, die beweisen sollte, dass sie weiterhin relevant waren – Spoileralarm: Die Mission war erfolgreich.

Drei Versionen, ein Ende

MEMORIAL erschien in drei Versionen. Die Standardedition bildete die Basis, während eine Portugal-exklusive Ausgabe das Zusatzlied ‘Phantom North’ enthielt. Zusätzlich gab es eine limitierte Edition, die mit dem Bonustrack ‘Atlantic’ abschloss. Jede Version endete mit einem anderen Lied, doch alle hatten ein gemeinsames Finale: ein sechsminütiges Outro aus Walgeheul, Meeresrauschen, fiependen Geräuschen und orchestralen Elementen, das als verstecktes Lied ‘The Sleep Of The Sea’ integriert war. Dadurch erreichte das letzte Stück der Standardversion, ‘Best Forgotten’, eine Gesamtlänge von über 14 Minuten.

Altbekannte und neue Gesichter bei Moonspell

Die Band trat auf diesem Album als Quartett an, bestehend aus Fernando Ribeiro am Gesang, Ricardo Amorim an Gitarre und Keyboard, Pedro Paixão an den gleichen Instrumenten wie Amorim sowie Miguel Gaspar am Schlagzeug. Unterstützt wurden sie von mehreren Gästen. Produzent Waldemar Sorychta spielte den Bass ein und verlieh dem Album durch seine Rückkehr den vertrauten Geist der frühen Moonspell-Jahre. Birgit Zacher steuerte die weibliche Stimme bei ‘Luna’ und ‘Sanguine’ bei, während Jiří „Big Boss“ Valter (Root, Equirhodont) bei ‘At The Image Of Pain’ seine unverwechselbare Stimme beisteuerte. Raimund Gitsels ergänzte das Werk mit seiner Geige und sorgte für zusätzliche emotionale Tiefe.

Die Arbeit zahlt sich aus

Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. MEMORIAL erreichte Platz 1 der portugiesischen Album-Charts, was an Metal-Bands zuvor nur Metallica und Iron Maiden gelungen war. Im Januar 2007 erhielt das Album Goldstatus in Portugal, der dort ab 10.000 verkauften Exemplaren verliehen wird. Es war das erste Doom-/Gothic Metal-Album überhaupt, das diese Auszeichnung erhielt. Auch international blieb die Resonanz nicht aus, denn in Deutschland erreichte das Werk einen starken Platz 68 der Charts. Mit MEMORIAL erhielten Moonspell zudem die Auszeichnung als beste portugiesische Band bei den MTV Europe Music Awards, was ihren Triumph endgültig besiegelte.

Zwanzig Jahre später steht MEMORIAL passend zum Titel wie ein Monument da: Ein Werk, das zeigt, wie sich eine Band durch Rückbesinnung neu erfinden kann, ohne ihre Identität zu verlieren. Es beweist, dass Moonspell auch in einer sich wandelnden Szene niemals irrelevant waren.


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Nuria Hochkirchen schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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