Aufgrund der unmittelbar bevorstehenden Veröffentlichung des letzten Megadeth-Albums gibt Dave Mustaine Interviews ohne Unterlass. Und wegen der darauf enthaltenen Neuinterpretation des Metallica-Klassikers ‘Ride The Lightning’ kommt dabei auch stets seine vorherige Gruppe zur Sprache. Im Gespräch bei Revolver brachte „Megadave“ nun eine Idee dafür vor, um das nicht ganz leichte Verhältnis zu seinen einstigen Band-Kollegen ein für alle Mal zu kitten.
Allheilmittel
„Ich habe sie gemocht“, ordnet Mustaine ein. „Wenn die Freundschaft neu gestartet würde, würde mich das nicht stören. Ich würde es akzeptieren und glaube, es wäre schön, nochmals auf manche der alten Zeiten zurückzukommen. Aber ich fürchte einfach, weil es eine Menge Schmerz und Missverständnisse in unseren gemeinsamen Zeit gab, dass es schwierig wäre, die Vergangenheit nicht zur Sprache zu bringen. Was passieren müsste, ist, dass es eine gemeinsame Megadeth- und Metallica-Tour gibt. Punkt. Das würde alles wieder gutmachen.
Wir könnten abhängen. Zeit miteinander verbringen. Doch ich weiß, dass sie nicht wie wir auf Tour gehen. Wenn wir unterwegs sind, spielen wir viele, viele Konzerte.“ Metallica und Megadeth waren ein Mal zusammen auf Tour — 2010 sowie 2011 im Rahmen der insgesamt 13 „Big Four“-Termine mit Slayer und Anthrax. Zuvor gab es ein einzige gemeinsame Show: 1993 in der Milton Keynes National Bowl mit Diamond Head und The Almighty.
Erst kürzlich im Interview bei SPIN.com führte Mustaine aus: „James und ich haben neulich über irgendetwas geredet. Und ich sagte: ‚Es gibt deine Version, es gibt meine Version, und es gibt die Wahrheit. Ich glaube, dass die Wahrheit die einzige Version ist, die zutrifft, weil ich mich nicht an alles erinnere.‘ Und er meinte: ‚Wir erinnern uns nicht an Dinge, und wir gehen Dinge gerne durch.‘ James, Lars und ich arbeiten fortwährend daran, unsere Beziehung zu verbessern.
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Ich liebe diese Kerle wirklich. Deswegen haben wir so viel gekämpft: Weil ich sie vermisst habe. Und aus der Band auszusteigen, war einfach schwer zu begreifen. Man versucht, die Dinge ins rechte Licht zu rücken, wenn man ein wenig älter wird. Wenn ich darüber nachdenke, an welchem Punkt ich bei meiner Reise bin, dann finde ich, dass ich auf der Rückseite des Bergs bin. Und ich will sicherstellen, dass jeder Tag zählt und ich zu den Leuten, die ich treffe, nicht unausstehlich bin, wenn sie es nicht verdienen. Wenn es sie verdienen, kriegen sie es gewiss ab.“
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