Toggle menu

Metal Hammer

Search

Ozzy Osbourne wollte noch ein Album machen, bevor er starb

von
teilen
mailen
teilen

Ozzy Osbourne hat die Welt bekanntlich im Sommer verlassen. Doch wenn es nach dem „Prinzen der Dunkelheit“ gegangen wäre, wäre er vor seinem Leben gerne noch einmal ausgiebig kreativ geworden. Dies berichtet sein langjähriger Gitarrist Zakk Wylde im Interview mit NJ.com. Laut dem Saitenhexer wollte die Black Sabbath-Legende noch ein Studioalbum aufnehmen. Klanglich hätte ein Werk aus den frühen Neunziger Jahren Pate stehen sollen.

Nicht zu hart

„Er schrieb mir: ‚Zakk, lass uns eine weitere Platte machen‘“, plaudert Zakk Wylde aus dem Nähkästchen. „Denn ich habe es wirklich geliebt, als du durch deine Allman Brothers- und Lynyrd Skynyrd-Phase gegangen bist, als wir NO MORE TEARS gemacht haben. Es ist heavy, aber melodischer. So ist es nicht erschlagend heavy. Daraufhin entgegnete ich: ‚Alles klar, Oz. Was auch immer du willst.‘“

Der Black Label Society-Mastermind bewarb sich 1987 mit einem Demo-Tape bei Ozzy Osbourne auf den Posten des Lead-Gitarristen, nachdem Sharon Osbourne zuvor Jake E. Lee gefeuert hatte. Seitdem machte Zakk Wylde immer wieder lange Jahre gemeinsame Sache mit dem britischen Sänger. Beim 2020er-Longplayer ORDINARY MAN mischte Wylde jedoch nicht mit — Produzent Andrew Watt übernahm stattdessen die sechs Saiten.

Großer Bruder

Wie Ozzy Osbourne selbst in einem Interview mit Kerrang! verriet, gab es einen einfachen Grund hierfür. Der damals 69-Jährige machte sich zunächst mit Watt, Guns N’ Roses-Bassist Duff McKagan und Red Hot Chili Peppers-Schlagzeuger Chad Smith an Jamsessions. Dabei seien den Beteiligten so schnell richtig starke Ideen eingefallen, dass der Gedanke an Zakk an der Gitarre überhaupt nicht aufkam — einfach, weil „wir gar nicht wussten, dass wir ein Album machen“. Beim nachfolgenden Opus PATIENT NUMBER 9 aus dem Jahr 2020 war Wylde wieder mit von der Partie und spielte in mehreren Songs.

Wylde gab neulich an, dass Ozzy Osbourne „beinahe wie ein großer Bruder“ für ihn war. „Es gab eine fast zwanzig Jahre große Alterslücke zwischen uns. Was unsere Beziehung angeht: Da gab es auch Spaß beim Trinken, aber wenn ich jemals Rat brauchte, konnte ich mit ihm reden.“ Die offizielle Todesursache von Ozzy lautet Herzinfarkt, wobei seine Parkinson-Erkrankung und koronare Herzkrankheit als zusätzlliche Faktoren aufgeführt sind.


Bestens informiert über dieses und alle weiteren wichtigen Themen im Metal bleibt ihr außerdem mit unserem Newsletter. Einmal pro Woche flattert euch übersichtlich sortiert ein Update ins Postfach. Einfach anmelden, damit euch auch sicher nichts entgeht.

Lothar Gerber schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

teilen
mailen
teilen
Biohazard: Billy Graziadei ist stolz auf DIVIDED WE FALL

2025 lieferten Biohazard mit DIVIDED WE FALL ihr erstes Studiowerk seit 2012 und ernteten dafür viel Lob. Auch Sänger und Gitarrist Billy Graziadei ist mit der Platte mehr als zufrieden, wie er im Vulgar Display Of Podcast erzählt. Außerdem erzählt er, wie die Band ihr altes Feuer wiederentdeckt hat. "Billy Biohazard 1993" "Ich bin kein überheblicher Typ, aber mit dieser Platte haben wir ins Schwarze getroffen. Wir hatten einen großartigen Produzenten, Matt Hyde. Er sagte zu mir, dass er meine Soloarbeit liebt und gerne mit uns zusammenarbeiten würde", meint der Musiker. Aber dem Produzenten war eine Sache besonders wichtig, wie…
Weiterlesen
Zur Startseite