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Agrypnie 16[485] Review

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Eine Black Metal-CD, bei der man jedes gesungene Wort versteht? Was in Gottes, pardon, des Teufels Schöpfungsordnung an sich nicht vorgesehen sein kann, schütteln Agrypnie, die Band des einstigen Nocte Obducta-Sängers Torsten Hirsch, auf ihrem dritten Album mal eben ganz beiläufig aus dem Ärmel.

Und das ist nur die Fußnote zu einem Werk, das nach dem (auch schon sehr ordentlichen) Vorgänger EXIT so nicht zu erwarten war. Dessen Akzent lag in den oft unvorhersehbaren Tempowechseln und opulent reingebutterten Riff-Ideen, während 16[485] eher mit episch langen und episch aufgebauten Songs aufwartet. Episch aber nicht im Sinn von „überfrachtet“, im Gegenteil: Oft ist es nur eine große Gitarrenmelodie, die sich nach und nach in den Vordergrund drängt, während der Rest der Instrumente mit ungeheurer Intensität einen treibenden, flirrenden, bebenden Klangteppich aufbaut.

Exemplarisch zu hören ist das in ‘Zorn’, gut sechs Minuten Raserei – und doch statisch, monolithisch, bis zum Bersten unter Spannung. Das ist für mich noch nicht mal der beste Song, denn das Magnum Opus ‘16[485]/Brücke aus Glas’, bei dem Geïsts Alboin Worte und Stimme besteuert, liefert am Schluss dieser CD Höhepunkt und Katharsis in einem. Groß – so muss moderner Black Metal klingen.

Robert Müller

Diese und viele weitere Rezensionen gibt es in der Januar-Ausgabe des METAL HAMMER.


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