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Alcest Shelter

Shoegaze, Prophecy/Soulfood 8 Songs

6.0/ 7
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Foto: METAL HAMMER

Dass hier jetzt niemand den Überraschten spielt: Nach LES VOYAGES DE L’ÂME musste klar sein, dass Neige mit Alcest dem Metal Adieu sagt. Die Reise begann damals schon; zögerlich, halb zog sie ihn, halb sank er noch nicht dahin… Jetzt also SHELTER, und das Ergebnis ist so paradox wie großartig. Zumindest, wenn man den letzten verhallten Black Metal-Fistelschreien nicht hinterhertrauert. Denn SHELTER hat in seiner an Slowdive, My Bloody Valentine und all die anderen von Neige verehrten watteweichen Wall Of Sound-Magier angelehnten Klangmacht tatsächlich an Härte gewonnen.

Das Licht wirkt stärker, ehrlicher in diesen leichten, opulenten, cineastischen Kompositionen als in den „alten“ Alcest-Liedern mit ihrer märchenhaften Naivität, die sich zuletzt noch so sträubend mit harten Riffs bemantelte. Insofern ist SHELTER ein Verlust für den Metal und ein Gewinn für Musikalität sowie Songwriting-Kunst; ein magischer musikalischer Exkurs in eine einfachere Welt, in der die im besten Sinn positive, kindliche Lebenssicht, die Neige sich bewahrt hat, zu wunderbaren Liedern wird. Melancholie und Sonnenschein, ich liebe es.


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