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Amaranthe Massive Addictive

Pop Metal, Spinefarm/Universal 10 Songs / VÖ: 17.10.2014

4.0/ 7
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Entweder man liebt Amaranthe, oder das gemischte Sextett geht einem gewaltig auf die Nerven. Eines ist mindestens genauso sicher: MASSIVE ADDICTIVE gelingt es, die Gefühlsregungen von beiden Zielgruppen weiterhin zu verstärken.

So zeigt bereits der Opener ‘Dynamite’ sämtlichen Kritikern den Mittelfinger – und zwar mit seichten Boygroup-Chören, entschärften HipHop-Vocals sowie jeder Menge technoider Samples direkt aus der Konserve. Auch alte Bekannte wie die unüberwindbare Dreieinhalb-Minuten-Grenzmauer oder das Plastik-Sound-Gewand fallen sofort mit der Tür ins Haus und lassen die „Wir gehen mit unserem Album einen Schritt vorwärts“-Ankündigung fast schon zur Drohung mutieren.

Was sterile Kompositionen wie den „Eurodance meets Deathstars“-Tanzflächenfeger ‘Digital World’ oder den potenziellen ‘DSDS’-Siegertitel ‘Trinity’ allerdings rettet, sind Hooks, Refrains und Melodien, für die Beyoncé sogar Jay-Z verkaufen würde. Zwar kann die Single-Auskopplung in Form des Tribal-Groovers ‘Drop Dead Cynical’ wie auch  das nachfolgende ‘Skyline’ dieses Niveau problemlos steigern, dennoch dürfen für MASSIVE ADDICTIVE nur zwei Wörter als Fazit gelten: Absolute Geschmacksache.


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